Schabl: Freier Zugang des Waldes für Sportler und Erholungssuchende darf nicht eingeschränkt werden

Stärkere wirtschaftliche Nutzung von Naturschutzgebieten birgt viele Gefahren

St. Pölten, (SPI) - "Für mich als Naturschutzreferent steht fest, dass der freie Zugang des Waldes für Sportler und Erholungssuchende nicht weiter eingeschränkt bzw. durch Einhebung irgendwelcher Entgelte erschwert werden darf", stellt sich Niederösterreichs Naturschutzreferent Landesrat Emil Schabl ganz klar gegen jüngste Aussagen von Waldbesitzern, für das Betreten von Wäldern Eintrittsgelder zu verlangen. Eine Studie der Arbeiterkammer beweist ohnehin, dass in Österreich der freie Zugang zu den Wäldern im europäischen Vergleich bereits sehr rigide gehandhabt wird. Während in der Schweiz, in Deutschland, in Südtirol und Skandinavien Radfahren und Reiten auf Waldwegen erlaubt ist, ist dies in Österreich grundsätzlich verboten. Die Gebietssperren haben in den letzten Jahren um 20 % zugenommen, in Niederösterreich sind 10 % der Waldflächen gesperrt. "Diese 10 Prozent stellen allerdings bereits 30 Prozent der leicht zugänglichen und damit ‚wanderbaren‘ oder sportlich nutzbaren Waldflächen dar, was untermauert, dass es zu keinen weiteren Einschränkungen kommen darf", so Schabl.****

"Unsere Wälder und Seen müssen ebenso wie unsere Trinkwasserreserven im Interesse aller Menschen in österreichischem Besitz und auch für die Bevölkerung verfügbar und nutzbar bleiben. Es kann nicht sein, dass sich einige wenige aufgrund wirtschaftlicher Überlegungen auch noch mit der Natur und unseren Erholungslandschaften Gewinne erwirtschaften wollen. Auch die stärkere Nutzung von Schutzgebieten birgt hier mehr Gefahren als Nutzen. Schutzgebiete sind letzte Rückzugsgebiete für Fauna und Flora und damit wichtige Juwele der Natur, die nicht leichtfertig ‚ausgebeutet’ werden dürfen. Im vielen Bereichen, so in der Landwirtschaft, wird auch in Naturschutzgebieten bereits heute eine naturverträgliche Bewirtschaftung betrieben - aber eben nur in jenem Rahmen, der im Interesse der Tiere und Pflanzen sowie der landschaftlichen Gegebenheiten naturwissenschaftlich noch vertreten werden kann. Alles andere wäre Raubbau, der strikt abzulehnen ist", so Schabl abschließend.
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