Krainer begrüßt Initiative "Tierschutz bei Tiertransporten"

SPÖ-Europaabgeordneter Leichtfried leistet wichtigen Beitrag für Tierschutz - Nun ist Regierung gefordert

Wien (SK) - SPÖ-Tierschutzsprecher Kai Jan Krainer begrüßt ausdrücklich die von SPÖ-Europaabgeordnetem Jörg Leichtfried initiierte Enquete "Tierschutz bei Tiertransporten", die heute im EP stattgefunden hat. "Diese Veranstaltung ist ein ganz wichtiger Beitrag, um die Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren", betonte Krainer gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Es müsse darauf aufmerksam gemacht werden, dass Tiere tagelang quer durch Europa gekarrt werden, dabei wenig bis gar nicht mit Wasser und Futter versorgt werden und oft elend zugrunde gehen. Krainer wies darauf hin, dass es aufgrund einer Initiative von Leichtfried und SPÖ-Europaabgeordneten Herbert Bösch keine Förderungen von Schlachttiertransporten mehr in der EU gibt. ****

Aus Sicht des SPÖ-Tierschutzsprechers ist eine strengere Regelung notwendig, denn die bisherige Richtlinie der EU sei zu lückenhaft. Mängel gebe es vor allem beim Vollzug der Richtlinie: Es komme öfter vor, dass Amtstierärzte, die für die Kontrolle verantwortlich sind, versetzt werden, wenn sie Missstände aufzeigen. Völlig widersinnig sei, dass sich Finanzminister Grasser der hohen Rückerstattungsquote rühme, die Österreich bei Tiertransporten, bei denen Tiere nicht lebend ankommen, zahle. Denn die Richtlinie wäre aufgrund der mangelhaften Kontrollen bereits "äußerst zahnlos", die Rückerstattungen führe die Richtlinie "völlig ad absurdum".

Ein weiteres Problem sei, dass wenn die lokalen Kontrollbehörden Strafen verhängen und der Firmensitz der Transportfirma nicht in dem Land ist, in dem die Sanktion ausgesprochen wird, die Strafen nicht eingehoben werden können. "Nachdem hier offensichtlich einiges im Argen liegt, ist es umso bedeutender, wenn hier Initiativen gesetzt werden. Jetzt liegt es an Tierschutzministerin Rauch-Kallat und Landwirtschaftsminister Pröll, bei der Tierschutzkonferenz am 30. März als EU-Ratsvorsitzende entsprechende Maßnahmen in die Wege zu leiten", so Krainer abschließend. (Schluss) ps

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