Donabauer: Drohungen sind kein tauglicher Weg

Wien (OTS) - Die Neuausrichtung auf dem Sozialversicherungssektor und die geplante Zusammenführung der Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB) mit jener der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA), hat auch einen neuen Vertrag mit der Österreichischen Ärztekammer zum Ziel. Diesbezüglich finden seit vergangenem Jahr Verhandlungen mit der Österreichischen Ärztekammer statt.

Nunmehr hat die Österreichische Ärztekammer in einer Pressekonferenz, welche am 08. März 2006 stattfand, mit der Aufkündigung der Verträge mit der SVB und der SVA gedroht. "Drohungen wie sie bei der Pressekonferenz gemacht wurden, sind für mich kein tauglicher Weg zur Neuausrichtung der Tarifpolitik im Gesundheitsbereich, so SVB-Obmann Karl Donabauer. "Die Zusammenführung der beiden Selbstständigen-Sozialversicherungen SVB-SVA, werde jedenfalls nach gediegener Vorarbeit erfolgreich fortgesetzt".

Donabauer lädt zum wiederholten Male die Ärztekammer zu konstruktiven Gesprächen ein: "Wir haben den Ärzten vertretbare Vorschläge auf den Tisch gelegt, die einen Weg vorzeigen, diese blieben aber bis heute unbeantwortet. Das ist kein Stil mit Vertragspartnern umzugehen. Wir erwarten eine klare Antwort bzw. geeignete Vorschläge".

Von den Standesvertretern der Ärzte fordert der SVB-Obmann deren Verpflichtung ein, sich den Entwicklungen und Veränderungen am Anbietermarkt zu stellen. Auch die Ärztekammer habe sich, so wie die Sozialversicherung, zu bemühen neue Ausrichtungen anzudenken und zu verhandeln. Dies gelte auch für den Bereich der Tarifpolitik, insbesondere jener der SVA, deren Fortführung nicht vertretbar, weil nicht finanzierbar ist. Das Argument der Querfinanzierung, wie von der Österreichischen Ärztekammer dargelegt, könne keine überzeugende Begründung darstellen.

"Wir sind jederzeit gesprächsbereit und klar entschlossen bis 20. April 2006, nicht gegen die Ärzte, sondern für unsere Versicherten, alle Vorkehrungen in der Weise zu treffen, damit ein guter Beginn des gemeinsamen neuen Trägers der Selbstständigen gesichert ist", drängt Donabauer auf gemeinsame konstruktive, lösungsorientierte Gespräche mit den Vertretern der Ärzteschaft.

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