eLogistics-Lösungen auf CeBIT 2006 in Hannover

RFID- Technologie im Vormarsch: Einsatzbeispiele von Funkchips im Transport- und Logistikmarkt

Wien (PWK142) - "Die CeBIT wird für auch für Logistiker wieder interessanter", betonte Hans-Dieter Salcher, Obmann des Fachverbandes Spedition & Logistik in der Wirtschaftskammer Österreich am Donnerstag, dem Eröffnungstag der CeBIT in Hannover. Auf der weltgrößten Hightech-Schau, die von 9. bis 15. März 2006 wieder ihre Messe-Tore geöffnet hat, wird erstmals der neu etablierte Ausstellungsbereich "Auto ID/RFID" präsentiert. Hier sollen alle Aspekte und Facetten der automatischen Identifikation mit einem Schwerpunkt auf die RFID (Radio Frequency Identification Transponder) -Technologie, der funkgestützten Identifikation von Objekten, beleuchtet werden. Mit einer großflächigen Präsentation können RFID-Technologien im Bereich Produktion, Handel und Logistik erlebt und auch unter realen Bedingungen getestet werden.

Die Logistikbranche erlebt im Moment einen kräftigen Innovationsschub. Grund dafür ist der vielfältige Einsatz von Ortungslösungen - den sogenannten Funkchips (RIFD). Knapp ein Drittel der Logistikkosten entfallen auf den oft wenig beachteten Lager und Lagerhaltungsbereich. "Durch innovative Techniken können die Logistiker noch besser planen und damit die Kosten der Unternehmen minimieren," erklärte Salcher.

Denn vor dem Hintergrund der EU-Osterweiterung ist der Kostendruck, der heimischen Unternehmen enorm. "Um Kosten zu senken und damit den Wettbewerbsposition zu stärken, brauchen wir eine technologische Revolution in der Logistik", ist Salcher überzeugt.

Das Funketikett (Radio Frequency Identification Transponder, RFIDTag) tritt an, um Waren einen Datenschatten anzuheften und damit den Informationsfluss entlang der Wertschöpfungskette zu verbessern. Die Logistikunternehmen können jederzeit über den Standort und Zustand von Wägen bzw. Ladung Auskunft geben und so die Reaktionszeiten vermindern.

Bis heute wacht im deutschen Metro Future Store Rheinberg RFID-Technologie über die Frische der angebotenen Lebensmittel und erhöht die Geschwindigkeit des Ausleseprozesses an der Kasse. Garantiert frische Ware und verkürzte Wartezeit steigern das Serviceniveau für den Kunden. Ein Pilotversuch der Konzernlogistik von VW fokussierte auf die Optimierung der Lagerhaltung. VW investierte EUR 550 Mio. und zeigte, dass RFID die Geschwindigkeit der Lagerabwicklung im Vergleich zum traditionellen Strichcode um das 20fache erhöht.

Auch die Wiener Hauptbücherei investierte seit 2001 EUR 675.000 in RFID und versah 300.000 Medien mit Smart-Tags. Bislang nimmt die Hälfte aller Nutzer die Option wahr, beim Passieren einer Schleuse automatisch, schnell und bequem Bücher auszubuchen. (EB)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Bundessparte Transport und Verkehr
Mag. Martin Deusch
Tel.: (++43) 0590 900-3255
mailto: bstv@wko.at
http://wko.at/bsv

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0004