Riepl unterstützt Matznetter-Vorschlag

Finanzämter sollen zu viel bezahle Steuern automatisch rückerstatten

Wien (SK) - "Der Vorschlag von SPÖ-Finanzsprecher Matznetter, dass die Finanzämter zuviel bezahlte Steuern - nach einer entsprechenden Information und einer Frist für mögliche Ergänzungen - direkt auf das Konto des Steuerzahlers überweisen, mache Sinn und sei auch praktisch leicht durchführbar. Leichter jedenfalls, als der Aufruf des Finanzministers an die Steuerzahler, sich am 9. März das Geld selbst beim Wohnsitzfinanzamt direkt abzuholen. "Diese Einladung ist aus Sicht der Arbeitnehmer, aber auch der Arbeitgeber weltfremd", kommentiert SPÖ-Abgeordneter und stellvertretender Vorsitzender des Sozialausschusses Franz Riepl den Aufruf von Finanzminister Grasser. ****

"Es gibt sehr viele ArbeitnehmerInnen, die sich morgen nicht trauen, ihren Arbeitsplatz für ein, zwei Stunden zu verlassen, um sich ihre Steuergutschrift beim Finanzamt abzuholen. Und Grasser weiß das. Man muss sich die Schwierigkeiten einer Supermarktkassiererin vorstellen, die sich mit der Begründung, dass der Finanzminister dazu aufgerufen hat, für zwei Stunden frei nimmt. Und man muss sich vorstellen, was ihr Arbeitgeber dazu sagt. Man wird sehen, dass sich für viele SteuerzahlerInnen das 'großzügige' Angebot des Finanzministers als PR-Gag entpuppt", so Riepl Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Bei denen, die dem Aufruf des Finanzministers nachkommen und zwei Stunden oder mehr am Finanzamt verschwinden, werde auch der Arbeitgeber nicht erfreut sein", so Riepls Einschätzung.

"Die automatische Überweisung zuviel bezahlter Steuern - eine Bringschuld der Finanzämter - wäre dagegen eine echte Verbesserung und als Kundenservice wirklich "großzügig", die Aktion Grassers ist es nicht!" stellt Riepl abschließend fest.

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