Gusenbauer: Bahnachse nach Südösterreich unverzichtbar

SPÖ-Chef bei 102. "Startklar"-Tag in Wolfsberg

Wolfsberg (SK) - Der Koralmtunnel sei ein "unverzichtbarer Bestandteil einer gesamten Achsenlösung" und müsse daher "unverzüglich weitergebaut" werden, betonte SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer am Mittwoch bei einer Pressekonferenz, die anlässlich der "Startklar"-Tour im Kärntner Bezirk Wolfsberg stattfand. Es gelte, sich hier nicht an "schlechten Vorbildern" zu orientieren, erinnerte Gusenbauer daran, dass unter der Verantwortung von Kanzler Schüssel und Landeshauptmann Pröll beim Semmering-Basistunnel 93 Millionen Euro "in den Sand gesetzt" wurden. An der Pressekonferenz nahmen weiters teil: die Landesvorsitzende der SPÖ Kärnten, Gaby Schaunig, der Kärntner Landtagsabgeordnete Karl Markut, sowie zwei Wirtschaftstreibende aus dem Lavanttal. ****

Schüssel und Pröll "zeigen, wie man Geld beim Fenster hinauswirft", so Gusenbauer unter Verweis auf einen Bericht des Rechnungshofes, der festhielt, dass man sich "nicht an schlechten Vorbildern" orientieren dürfe. Primär sei jedenfalls eine "leistungsfähige Achse entlang der Süd- und Westbahn", hielt der SPÖ-Vorsitzende fest. Überdies könne es nicht sein, "dass alles auf dem Altar des niederösterreichischen Landeshauptmanns geopfert wird", hob Gusenbauer hervor.

"Haiders Phantasien und Falschbehauptungen"

Zum Thema der Ortstafeln übte Gusenbauer harsche Kritik an Landeshauptmann Haider, der hier einmal mehr "Phantasien und ganz bewusste Falschbehauptungen ins Land setzt". Offenbar agiere Haider nach dem Motto "Wie der Schelm ist, so denkt er", machte Gusenbauer klar. Mit dieser Vorgangsweise "löst Haider kein Problem", so der SPÖ-Chef, der in diesem Zusammenhang daran erinnerte, dass es in der Ortstafelfrage längst eine Lösung auf Basis der Ergebnisse der letztjährigen Konsenskonferenz geben könnte, wenn sich der Landeshauptmann von Kärnten "nicht so aufspielen" würde.

Tag 102 der "Startklar"-Tour - Gusenbauer freut sich auf "intensive Kontakte mit der Kärntner Bevölkerung"

Er genieße den heutigen 102. "Startklar"-Tag, der bei herrlichem Wetter im Kärntner Bezirk Wolfsberg stattfand und freue sich auf "intensive Kontakte mit der Kärntner Bevölkerung", machte Gusenbauer im Pressegespräch deutlich. Er sei auch nach 18 Monaten "Startklar"-Tour, die ihn durch alle Bezirke Österreichs führt, und rund 43.000 zurückgelegten Kilometern nach wie vor "frisch und hoch motiviert" - überdies werde er überall mit viel Sympathie und Herzlichkeit empfangen, ließ der SPÖ-Chef wissen. Am Programm des heutigen "Startklar"-Tags standen: Besuche der Elmont-Akademie (Lehrlingsausbildung) und der Druckerei Theiss, ein Betriebsbesuch bei der Firma Wech in St. Andrä und eine Besichtigung der Koralmtunnel-Baustelle. Es folgten ein Pressegespräch mit Vertretern lokaler Medien und eine Diskussion mit Wirtschaftstreibenden aus dem Lavanttal. Ein "Dialog mit Alfred Gusenbauer" im Kulturstadtsaal Wolfsberg rundete das heutige "Startklar"-Programm ab.

Schaunig - Kärntner Lebenssicherung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie forcierte Lehrlingsausbildung als wichtige Positionen der SPÖ Kärnten

Die SPÖ Kärnten trete ganz klar für "gerechte Erwerbsbedingungen für Frauen und für gleiches Entgelt für Männer und Frauen ein", unterstrich Gaby Schaunig am heutigen Frauentag. Es sei "beängstigend", dass "jede dritte Alleinerzieherin in Kärnten an der Armutsgrenze lebt", machte Schaunig deutlich und hielt fest, dass das Projekt der Kärntner Lebenssicherung ein ganz wichtiges Instrument zur Bekämpfung der Armut sei. Klar sei, dass die derzeitige Bundesregierung nichts gegen die Armut in Österreich unternommen habe. Auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sei der SPÖ Kärnten ein zentrales Anliegen, so Schaunigs Plädoyer für "qualitativ und quantitativ ausreichende Kinderbetreuungsplätze". Darüber hinaus sei es "notwendig und überaus wichtig, die Lehrlingsausbildung zu forcieren und junge Leute in Berufe zu bekommen", so Schaunig mit Blick auf die Kärntner Lehrlingsförderung neu, die auf einem trialen Ausbildungssystem basiert und so sicherstellt, dass Kärnten mit bestausgebildeten und hoch qualifizierten Jugendlichen konkurrenzfähig bleibt. (Schluss) mb

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