GPA: Frauenrechte auch bei Lidl in ganz Europa

Aktionstag europäischer Gewerkschaften für Lidl-Beschäftigte

Wien (GPA/ÖGB) - Aus Anlass des Internationalen Frauentages besuchen heute in vielen europäischen Ländern Gewerkschaften die Beschäftigten des deutschen Lebensmitteldiskonters Lidl. Die Gewerkschaften machen mobil für bessere Arbeitsbedingungen und Mitbestimmung.++++

Im Einzelhandel - und hier besonders bei Diskontern - arbeiten vorwiegend Frauen, zumeist in Teilzeit oder geringfügig beschäftigt. In vielen Fällen gibt es arbeitsrechtliche Verstöße zu Lasten der beschäftigten Frauen: Überstunden werden nicht bezahlt, Vor- und Nacharbeiten müssen unentgeltlich geleistet werden, Einstufungen sind fehlerhaft.

Seitens der Geschäftsführung von Lidl sind Betriebsräte unerwünscht. Sie lässt nichts unversucht, um die Wahl von Betriebsräten zu verhindern. Beschäftigte, die sich für Betriebsratswahlen stark machen, werden unter Druck gesetzt, gemobbt, gekündigt. Auch bei Lidl Österreich gibt es derzeit keinen Betriebsrat. Wertvolle Mitbestimmungsrechte, die für die Beschäftigten erst durch die Existenz eines Betriebsrates zur Geltung kommen, werden so nicht wirksam.

Die GPA beteiligt sich an der von der deutschen Dienstleistungsgewerkschaft ver.di initiierten Aktion. Die Lidl-Filialen der Landeshauptstädte werden von GPA-Teams besucht und die beschäftigten Frauen über ihre Rechte informiert. "Wir wollen damit ein Zeichen setzen, dass sich die europäischen Gewerkschaften vernetzen und grenzüberschreitend gegen die unfairen Praktiken der Handelsmultis zur Wehr setzen", sagt der stv. GPA-Geschäftsführer Karl Proyer.

ÖGB, 8. März 2006 Nr. 156

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