VIER PFOTEN: Keine Hysterie wegen jedem "Flügelschlag"

KatzenhalterInnen sollten ruhig bleiben und ausreichend informiert werden

Wien (OTS) - Aufgrund der sich fast stündlich ändernden Situation fordert VIER PFOTEN KatzenhalterInnen auf, Ruhe zu bewahren und sich zu informieren. "Ich möchte eindringlich vor unüberlegten Handlungen, wie beispielsweise dem Abgeben der Katzen in Tierheimen, warnen", so Lisa Faderny, Projektleiterin von VIER PFOTEN.

"Die einzelnen bekannt gewordenen Fälle einer Übertragung des Virus auf eine Katze fanden allesamt unter speziellen Rahmenbedingungen statt. Die durchschnittliche Katze kommt hingegen kaum in eine vergleichbare Situation und eine akute Ansteckungsgefahr muss nach derzeitigem Untersuchungsstand nicht befürchtet werden", so Faderny. Es gibt derzeit weder Hinweise auf eine Ansteckungsgefahr unter Katzen, noch solche auf eine Übertragung des Virus von der Katze auf den Menschen. Die Angst, dass es zu einer großflächigen Epidemie unter Katzen kommt, ist jedenfalls unbegründet.

Kritik an Ministerium und Agrarlandesrat Seitinger

Im Zusammenhang mit der Bewältigung der Krise um die infizierten und inzwischen genesenen Katzen in Graz ortet VIER PFOTEN massive Fehler in der Kommunikation. "Hier wurde nicht Krisenbewältigung betrieben, sondern fahrlässig eine Krise inszeniert, denn bei allen drei Katzen konnte bereits in der nächsten Untersuchung H5N1 nicht nachgewiesen werden", kritisiert Lisa Faderny von VIER PFOTEN.
Die vorschnelle Meldung durch Agrarlandesrat Seitinger führte zur Verunsicherung tausender KatzenhalterInnen, überfüllten Tierheimen und schließlich zu Leid vieler ausgesetzter Katzen.

"Das Gesundheits-Ministerium hat neben der Verantwortung, das Wohl der Tiere im Auge zu behalten, die Aufgabe, die Bevölkerung zu schützen, aber gleichzeitig auch seriös zu informieren. Ich würde mir von der Frau Bundesminister wünschen, dass sie sich ein Beispiel am Bundeskanzler nimmt, der 3 Goldmedaillen zum Anlass für eine flächendeckende Inseratenkampagne genommen hat. Solch eine Informationskampagne würde in der derzeitigen Situation viel zur Beruhigung der Bevölkerung beitragen", fordert Faderny abschließend.

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