NEWS-Gallup-Wahlumfrage: KHG-Partei für 22 %, HPM-Liste für 17 % wählbar.

Liste Martin und Liste Grasser kommen in der Sonntagsfrage vom Stand aus auf je 5 Prozent der Wählerstimmen.

Wien (OTS) - Hans-Peter Martin überlegt eine Kandidatur bei der Nationalratswahl, Karl-Heinz Grasser wird von ehemaligen FPÖ-Freunden umworben, mit einer eigenen Liste anzutreten. Das Gallup-Institut fragte für die morgen erscheinende Ausgabe von NEWS erstmals die Chancen der beiden ab. Ergebnis: Die beiden Neuen könnten die gesamte Parteienlandschaft durcheinander wirbeln.

- Eindrucksvolle 22 Prozent der 400 Befragten können sich vorstellen, einer eigenen Liste Grasser ihre Stimme zu geben: Damit erreicht der Finanzminister aus dem Stand ein Potenzial, das für die anderen Parteien gefährlich werden könnte.

- Fast ebenso stark ist der EU-Kritiker Martin einzuschätzen: Für immerhin 17 Prozent gilt er auch bei der Nationalratswahl als wählbar.
Die zwei möglichen neuen Listen würden die Ausgangslage für die anderen Parteien empfindlich verschieben:

- Ohne die Neuen sähe ein Wahlergebnis am kommenden Sonntag so aus: 43 Prozent für die SPÖ (um zwei Prozentpunkte mehr als zu Jahresanfang), unverändert 38 Prozent für die ÖVP, zwölf für die Grünen, sechs für die FPÖ. Das BZÖ ist mit einem Prozent für Wahlforscher kaum noch wahrnehmbar.

- Ganz anders sähe die Sache bei einem Antreten der Listen "KHG" und "HPM" aus: Alle Konkurrenten müssten Federn lassen. Die SPÖ dürfte nur noch mit 38 Prozent rechnen, die ÖVP nur mit 35. Die Grünen kämen nur noch auf zehn Prozent, die FPÖ auf fünf. Die Newcomer würden auf Anhieb je fünf Prozent auf sich verbuchen.

Dramatisches Resultat dieser Verschiebungen: Es würde sich nur noch eine große Koalition zwischen SPÖ und ÖVP ausgehen.

Rückfragen & Kontakt:

Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NES0002