Jetzt kriegen Busse ihren Filter

Raus: Nach Pkw fördert das Land die neuesten Technologien bei Bussen

Salzburg (OTS) - Busse im öffentlichen Verkehr stehen selten. Mehr Kilometer bedeuten aber auch mehr Abgase. Jetzt fördert das Land die neuesten Filter für die Busse. Heute, Mittwoch, 8. März, gab Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Othmar Raus den Startschuss für die Aktion.

Die Schwerfahrzeuge machen etwa die Hälfte der Abgase des Verkehrs aus. Dort wo die Menschen wohnen, sind es aber weniger die klassischen Lkw, sondern überdurchschnittlich die Busse, die für die Abgase verantwortlich zeichnen. Bei Stickstoffoxiden stößt der Bus im Durchschnitt etwa 26 Mal mehr als der durchschnittliche Pkw aus, bei Feinstaub etwa 13 Mal mehr. Natürlich muss man bedenken, dass der Bus mehr Passagiere transportiert. Mehr als 300 Busse sind im öffentlichen Nahverkehr tätig; dies mit unterschiedlichem Alter und auch Schadstoffausstoß. Deswegen setzt das Land nun hier an.

Sauberkeit zahlt sich aus

Das System: Der jeweilige Busunternehmer bekommt für jeden mit einem "sauberen Bus" gefahrenen Kilometer mehr Geld als bisher vom Verkehrsverbund. Für jeden Kilometer, der mit einem alten Bus gefahren wurde, bekommt er weniger als bisher. Das Land ersetzt dem Verkehrsverbund die Kosten.

Dieses befristete emissionsbezogene Zu- und Abschlagsystem zu den regulären Kilometertarifen im Linienbusverkehr wird bis ins Jahr 2010 die Durchdringung der Flotte mit modernen Fahrzeugen beschleunigen. Das bedeutet, dass EURO IV- und EURO V-Busse vor der gesetzlichen Frist gekauft und eingesetzt werden. EURO V ist die sauberste von der EU zurzeit angestrebte Klasse.

Diese Aktion steht den Unternehmen zur Teilnahme frei und wird mit Wirksamkeit der neuen Verträge Ende dieses Jahrzehnts auslaufen. Um das Ziel der Emissionsminderung weiterzuverfolgen, werden in diesen Verträgen neben den schon derzeit geforderten Komfortstandards auch Emissionsstandards (in Form zeitlich gestaffelter Mindestanteile emissionsarmer Busse an den Flotten) festgeschrieben werden. Die Details werden derzeit mit den Flottenbetreibern besprochen.

Unterstützt wird diese Bestrebung durch einen jüngsten Entwurf der EU, Mindestquoten für die Beschaffung besonders emissionsarmer Fahrzeuge durch die öffentliche Hand vorzugeben. Diese EU-Richtlinie sieht vor, dass ab dem Jahre 2008 jährlich 25 Prozent der angeschafften oder geleasten Fahrzeuge einen besonders hohen Umweltqualitätsstandard (EEV-Standard Enhanced Environmentally Friendly Vehicle) erfüllen müssen.

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