Hungertod droht 11 Millionen Menschen am Horn von Afrika

Rotes Kreuz verstärkt Hilfe in Somalia, Kenia und Äthiopien

Wien (Rotes Kreuz) - Das Rote Kreuz verstärkt seinen Einsatz in Ostafrika. Somalia, Kenia und Äthiopien leiden unter der schlimmsten Dürre seit Jahren, 11 Millionen Menschen droht der Hungertod. "Zumindest bis in den April müssen wir die Trockenzeit mit Nahrungsmittelhilfe und Wasserversorgung überbrücken", erklärt Rotkreuz-Generalsekretär Wolfgang Kopetzky.

Besonders kritisch beurteilt das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) die Situation im Süden von Somalia. 15 Jahre Konflikt, chronische Gewalt und Gesetzlosigkeit haben den Menschen jede Fähigkeit geraubt, auch noch mit Hunger und Dürre zurecht zu kommen. Das Land wird von bewaffneten Clans und Warlords beherrscht.

In dieser kritischen Situation ist das Rote Kreuz eine der wenigen Organisationen, die die Menschen in Konfliktgebieten und abgelegenen ländlichen Regionen erreicht. "In den weit verstreuten Dörfern sind die Bewohner am bedürftigsten. Sie müssen ihre ohnehin kargen Mittel noch mit tausenden vertriebenen Familien teilen", schildert Kopetzky. Konflikte wie der Streit um Trinkwasser sind vorprogrammiert.

Zugang zu Trinkwasser ist eine Priorität der Rotkreuz-Hilfe: In Südsomalia werden Brunnen und Wasserstellen für 100.000 Menschen rehabilitiert. An über 120.000 Hungernde verteilt das Rote Kreuz Nahrungsmittel. Und ein spezielles Programm hält den örtlichen Wirtschaftskreislauf in Schwung. Das Rote Kreuz kauft Schafe und Ziegen von den Bauern, um die völlige Abweidung des ohnehin kargen Bodens zu verhindern. Etwa 40.000 Familien erhalten dadurch ein kleines Einkommen, um sich selbst zu versorgen. Das Fleisch wird an bedürftige und unterernährte Menschen verteilt.

"Auch in Nord-Kenia und dem Südosten von Äthiopien können wir ein Massensterben und eine humanitäre Katastrophe nur verhindern, wenn die Hilfe sofort anläuft," betont ÖRK-Generalsekretär Kopetzky.

Das Österreichische Rote Kreuz bittet um Unterstützung:
PSK (60000) 2345.000
KW: Afrika

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