Zypriotischer Parlamentspräsident zu Besuch bei Khol Christofias: Republik Zypern um dauerhafte Lösung bemüht

Wien (PK) – Anlässlich seines Besuchs bei Nationalratspräsident Andreas Khol bedankte sich der Parlamentspräsident der Republik Zypern, Demetris Christofias, für den Einsatz österreichischer UNO-Soldaten auf der Insel. Diese hätten objektiv und selbstlos
dem Frieden gedient, sagte er, und seien aufgrund ihrer
Erfahrungen auch gute Botschafter Zyperns in Österreich.

Präsident Christofias übermittelte seinem österreichischen Amtskollegen Khol auch die Anerkennung und den Dank Zyperns für dessen Unterstützung auf dem Weg zur Europäischen Union und
sprach eine offizielle Einladung an Khol aus, nach Zypern zu
kommen.

Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die aktuelle Lage des
geteilten Landes, wobei Christofias mehrmals den Willen der
Republik Zypern unterstrich, eine dauerhafte Lösung zu finden.
Man bemühe sich, unter dem Schutz der UNO die Gespräche mit dem türkischen Teil Zyperns wieder aufzunehmen und im Vorfeld den
Boden mit kleinen Schritten konkreter Änderungen aufzubereiten.
So habe man den Beschluss gefasst, Kommissionen einzusetzen, in denen Probleme des täglichen Lebens besprochen werden und der Versuch unternommen werde, diese zu lösen. Damit wolle man die Brückenbildung zwischen den beiden Völkern unterstützen und vorantreiben, erklärte er. Die Republik Zypern habe auch unilaterale Maßnahmen ergriffen, um türkischen Zyprioten zu helfen. Christofias nannte in diesem Zusammenhang die Ausstellung von Personalausweisen und Geburtsurkunden, um den Zugang zur EU
zu ermöglichen, den freien Zugang türkisch-zypriotischer BürgerInnen zu medizinischer Hilfeleistung, Erleichterungen im Rahmen der Sozialversicherung, Stipendien für SchülerInnen und StudentInnen und Arbeitsmöglichkeiten in der Republik Zypern.

Nationalratspräsident Khol begrüßte diese Schritte als wichtige vertrauensbildende Maßnahmen in beide Richtungen und betonte,
dass sowohl Bundeskanzler Schüssel als auch Außenministerin Plassnik sehr daran interessiert seien, die zypriotische Frage
auf den Weg zu einer friedlichen Lösung zu lenken. Die Hauptlast liege aber bei den Vereinten Nationen, sagte Khol. (Schluss)

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