Darabos: Regierung sieht Republik als Selbstbedienungsladen

"ÖVP bekommt den ORF, BZÖ die staatsnahen Betriebe"

Wien (SK) - Den Umstand, dass die frühere FPÖ-Verkehrsministerin Monika Forstinger für einen Vorstandsposten bei der Brenner-Basistunnel AG im Gespräch ist, wertet SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos als weiteren Beleg dafür, dass die Regierung Schüssel die Republik Österreich als Selbstbedienungsladen ansieht. "Die ehemaligen Regierungsmitglieder sollen noch rechtzeitig vor dem endgültigen Aus des BZÖ in staatsnahen Unternehmen versorgt werden", so Darabos am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Der SPÖ-Bundesgeschäftsführer erinnerte an eine ganze Reihe von Postenbeschaffungen für die ehemaligen Regierungsmitglieder: Herbert Haupt wurde Behindertenanwalt im Sozialministerium, Dieter Böhmdorfer wurde in den ÖBB-Aufsichtsrat bestellt, Monika Forstinger erhielt bereits im Jahr 2003 vom ÖBB-Vorstand den Auftrag, "eine Expertise über die Verwendung von 30 Bahngrundstücken" zu erstellen. Und Michael Schmid wurde Konsulent für die Kärntner Landesregierung.

Zu den neuesten Jobambitionen der ehemaligen Verkehrsministerin komme aktuell auch das Interesse des ehemaligen Verkehrsministers und FPÖ-Chefs Matthias Reichhold am Asfinag-Vorstandsposten. Dass dieser Postenschacher mit "stiller Duldung des Bundeskanzlers" erfolgt, lässt für Darabos folgende Erklärungsmöglichkeit plausibel erscheinen: "Die ÖVP kann mithilfe des BZÖ die Geschäftsführung des ORF nach eigenem Gutdünken besetzen, die BZÖ-PolitikerInnen werden vor dem endgültigen Aus der orangen Partei mit Unterstützung der ÖVP mit Posten in staatsnahen Unternehmen versorgt." (Schluss) se

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