VSStÖ, SJ, AKS: Frauen brauchen mehr als Zeit und Raum!

Jede siebte Frau von Armut betroffen

Wien (SK) - Zum heutigen internationalen Frauentag zeigten VSStÖ, SJ und AKS auf, was von der Bundesregierung gerne vergessen wird: Mit einer Aktion machten die jungen Frauen auf die alarmierend hohe Frauenarmut in Österreich aufmerksam. Rund 70 Frauen versammelten sich heute vor dem Parlament, um ihren Unmut zum Ausdruck zu bringen. "Jährlich steigen die Zahlen der von Armut gefährdeten und in Armut lebenden Frauen. Die Bundesregierung ignoriert das und trägt damit auch die Verantwortung, dass sich die Situation verschlimmert", so die Aktivistinnen. ****

Stefanie Vasold, Frauensprecherin der SJ zur heutigen Aktion:
"Frauen sind diejenigen, die am meisten unter den immer schwieriger werdenden Arbeitsbedingungen zu leiden haben. Prekäre Arbeitsverhältnisse, erzwungene Teilzeit, unbezahlte Überstunden, "working poor" - das ist Realität im österreichischen Frauenalltag. Auch was die geschlechtsspezifische Lohnschere betrifft, liegt Österreich nach wie vor im EU-Durchschnitt auf viertletzter Stelle."

Sylvia Kuba, Vorsitzende des VSStÖ, sieht diese Probleme auch auf den Universitäten: "An der gläsernen Decke der Uni schlagen sich Frauen regelmäßig den Kopf an." Die männlich dominierten Strukturen verringern laut Kuba Aufstiegschancen und Entwicklungsmöglichkeiten auf den Universitäten für Frauen. "Die Karriereleiter ist an männliche Bedürfnisse ausgerichtet. Lebensumstände von Frauen passen da nur selten rein" so Kuba.

Für Leni Wiebach, Frauensprecherin der AKS, beginnen diese Phänomene schon viel früher, nämlich in der Schule. Wiebach dazu:
"Solange das Lehrpersonal nicht auf geschlechtssensiblen Unterricht geschult wird, wird es nicht möglich sein, Mädchen und Burschen aus den vorgelebten Rollenbildern zu befreien. Gezielte Mädchenförderung muss Eingang in die Österreichischen Schulen finden um der ungleiche Verteilung von Spitzenpositionen und Gehältern entgegen zu wirken."

Scharfe Kritik üben SJ, AKS und VSStÖ an der Untätigkeit der Bundesregierung. Auch die jüngste Kampagne der Frauenministerin Rauch-Kallat kann darüber nicht hinwegtäuschen: "Man(n) kann es ruhig glauben: Frauen brauchen MEHR als Zeit und Raum! Notwendig ist konkrete Gleichstellungspolitik statt moralischer Alibi-Aktionen!" sind sich Kuba, Wiebach und Vasold abschließend einig. (Schluss) ah/mp

Photos von der Aktion senden wir auf Rückfrage gerne zu.

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