Mikl-Leitner: "Frauenpolitik in Niederösterreich auf gutem Weg"

Maßnahmenpaket für Frauen wird umgesetzt

St. Pölten (NÖI) - Mit einem groß angelegten Maßnahmenpaket für Frauen wollen wir auf der einen Seite unseren Frauen die Möglichkeiten aufzeigen, die sie im Beruf vorfinden können, auf der anderen Seite schaffen wir Rahmenbedingungen zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf und auf der dritten Seite wollen wir professionelle Beratung und Unterstützung bieten, erklärt die für Frauenangelegenheiten zuständige Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner anlässlich des internationalen Frauentages am 8. März.

Zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf wurden Rahmenbedingungen, wie flexible Arbeitszeitmodelle entwickelt, die jetzt den Unternehmen im Rahmen einer Informationsoffensive schmackhaft gemacht werden sollen. Darüber hinaus werden wir die Unternehmen, die bereits innovative Projekte in Sachen Familien- und Frauenfreundlichkeit anzubieten haben, vor den Vorhang holen. Zu einer besseren Vereinbarkeit gehört aber auch ein flächendeckendes Netz an Kinderbetreuungs-einrichtungen, die wir in Niederösterreich Gott sei Dank bereits vorfinden. Ich denke dabei an den kostenlosen Kindergarten am Vormittag, an unsere Tagesmütter, an die Horte oder an die Nachmittagsbetreuung an den Pflichtschulen (ein NÖ - Modell, das jetzt sogar vom Bund übernommen wurde).

Wir wissen aber auch, dass Frauen leider noch immer weniger verdienen als Männer. Als Beispiel führt Mikl-Leitner die Lehrberufe an: Mehr als die Hälfte aller Mädchen entscheiden sich für die 3 typischen Lehrberufe: Friseurin, Verkäuferin und Bürokauffrau. Vergleicht man beispielsweise die Lehrlingsentschädigungen einer Friseurin mit der eines Lehrlings aus dem Baugewerbe, dann haben wir es "schwarz auf weiß": Die Frisuerin verdient im ersten Lehrjahr 260 Euro, der Lehrling im Baugewerbe hingegen 620 Euro.
Wir haben es uns deshalb zum Ziel gesetzt, die Mädchen davon zu überzeugen, dass sie nicht länger aus drei Berufen wählen, sondern die breite Palette von insgesamt 270 Lehrberufen ins Auge fassen sollen. Das tun wir mit konkreten Projekten an Schulen, wie zum Beispiel dem Projekt mut! - Mädchen und Technik oder dem Projekt HTL4girls.
Informationen und professionelle Hilfe für Frauen geben wir auf der einen Seite durch unser Frauenreferat, auf der anderen Seite über unser NÖ Frauentelefon (o800800810). Dieses Telefon ist seit Jänner dieses Jahres in Betrieb und es haben bereits 1500 Frauen dort angerufen und professionellen Rat und Hilfe bekommen, so Mikl-Leitner.

Damit sind wir in Niederösterreich am richtigen Weg, der uns dem Ziel der Gleichstellung von Frauen und Männern näher bringt.

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