Laufen in den Frühling - mit Sicherheit!

Zahlreiche Läufer sind zu Frühjahrsbeginn motiviert wie lange nicht. Um Unfälle zu verhindern, rät das KfV zu Kleidung mit Reflektoren und gut gedämpften Schuhen.

Wien (OTS) - Die Sonne scheint, die Tage werden länger. Nur zu verständlich, dass der Bewegungsdrang bei vielen Menschen in Österreich steigt. Egal ob im Stadtgebiet, im Park oder Wald, Laufen ist nach wie vor eine der beliebtesten Sportarten. "Allein in Österreich gibt es über eine Million Laufbegeisterte, 550 Laufveranstaltungen für 2006 sind bereits angemeldet - mit dem Vienna City Marathon am 7. Mai 2006 als Höhepunkt", erklärt der Leiter des Bereichs Heim, Freizeit und Sport im Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV), Dr. Rupert Kisser.

Gesundheitsförderung mit Augenmaß

Laufen ist eine ideale Möglichkeit, Geist und Körper langfristig fit zu halten. Kaum eine andere Sportart kommt der ureigensten Bewegungsform des Menschen so nahe. Die Ausdauer und das Immunsystem werden gestärkt, Stress abgebaut und Übergewicht wird bei regelmäßigem Training schnell der Vergangenheit angehören. Hinzu kommt der geringe Zeitaufwand, vergleichbar niedrige Kosten und die damit hohe Flexibilität dieser Sportart. "Dennoch ist Vorsicht geboten", meint Kisser, "Gerade nach einem langen Winter neigen die Menschen dazu, zu viel auf einmal zu wollen und sich dabei hohen Verletzungsrisiken auszusetzen." Immerhin verunfallten alleine im Jahr 2004 rund 6.400 Menschen beim Laufen so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Ganze 65 Prozent der Sportler verletzten sich aufgrund von Überstrapazierung, 34 Prozent rutschten aus oder kamen durch Stolpern zu Fall. Auch die Sportmedizinerin Dr. Ulrike Preiml rät dem Läufer, sich gründlich vorzubereiten: "Langsam mit dem Trainingsaufbau beginnen, vor und nach dem Laufen dehnen. Das schützt Sehnen und Gelenke." Dass die Verletzungsgefahr gerade im Bereich Muskeln und Sehnen groß ist, zeigen die Zahlen: Fast die Hälfte der Verunfallten zogen sich dort Verletzungen zu. Nahezu ein Viertel (21%) verstauchte sich das Fußgelenk. Zu Knochenbrüchen kam es mit neun Prozent eher selten. Klassische Unfallhergänge wie Umknicken und Meniskusriss oder Stürzen aufgrund von Schwindelanfällen, können mit Hilfe maßvoller Vorbereitung leicht vermieden werden. Deshalb gilt: Jetzt, am Frühjahrsbeginn langsam mit dem Training beginnen, um den Laufsport das ganze Jahr über uneingeschränkt genießen zu können.

Laufen auf der Straße

Straßen und Gehsteige sind zumindest für die Stadtbewohner eine beliebte Laufbahn. Immerhin 1.300 Läufer verunfallten auf Straßen innerhalb und außerhalb des städtischen Bereichs. Auf Gehsteigen, Fußgängerzonen und Radwegen verletzten sich rund 1.000 Sportler. Das Laufen auf asphaltierten Wegen kann eine höhere Belastung für Knochen und Gelenke bedeuten: "Hier besonders auf Laufschuhe mit sehr guter Dämpfung achten", sagt Preiml. Und niemals vergessen: Als Läufer stellt man das schwächste Glied in der Kette der Verkehrsteilnehmer dar - die Knautschzone ist ausschließlich der eigene Körper! Zahlreiche Berufstätige sporteln gerne nach der Arbeit, also bei Dämmerung oder gar bei Dunkelheit. Hier kommt es darauf an, Kleidung mit integrierten Reflektoren an Anorak und Hose zu benutzen, um die eigene Sichtbarkeit zu erhöhen. Bei völliger Dunkelheit biete es sich an, eine Lauf-Stirnlampe zu verwenden. Und nicht vergessen: Ampeln haben auch für Läufer eine Gültigkeit!

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Mag. Kerstin Gardill
Kuratorium für Verkehrssicherheit
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