Alkoholvortestgeräte bewähren sich in der Praxis

Jüngste Kontrollen der Wiener Polizei zeigen: Alkoholvortestgeräte erleichtern die Arbeit wesentlich und erhöhen die Überwachungsdichte.

Wien (OTS) - Im Dezember 2005 wurde die österreichische Exekutive mit vorerst 200 Alkoholvortestgeräten ausgestattet. "In der Praxis haben die handlichen Helfer bereits bewiesen, dass sie die Wartezeiten bei Kontrollen wesentlich verkürzen. Die Überwachungsdichte könnte bei Anschaffung weiterer Geräte für einen wirklich flächendeckenden Einsatz deshalb um das Zehnfache erhöht werden", streicht Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV), noch einmal die Vorteile heraus. Auch bei den Polizisten, die mit den Geräten arbeiten, gibt es ein positives Echo auf diese Form der Unterstützung beim Kampf gegen Alkohol am Steuer. "Die Kollegen sind vor allem von der einfachen Handhabung und den schnellen, verlässlichen Resultaten begeistert. Ein Mittel zur Arbeitserleichterung und ein wesentliches Instrument zur Erhöhung der Verkehrssicherheit sind die Alkoholvortestgeräte auf jeden Fall", betont Mag. Peter Goldgruber, Leiter der Sicherheits- und Verkehrspolizeilichen Abteilung der Bundespolizeidirektion Wien. Mit Unterstützung der Polizei Wien konnte sich das KfV die Anwendung der Vortestgeräte an einem der alkoholträchtigsten Tage des Jahres, dem Faschingsdienstag, in der Praxis ansehen und die Gelegenheit nutzen, um die österreichischen Autofahrer zu ihrer Einstellung zu einem der größten Knackpunkte der Verkehrssicherheit zu befragen.

Schwerpunktaktion der Wiener Polizei

Im Rahmen einer Schwerpunktaktion der Polizei Wien wurden im Jänner und Februar 2006 insgesamt 5.341 Atemalkoholuntersuchungen mit Unterstützung der neuen Alkoholvortestgeräte durchgeführt. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2005 bedeutet das bereits jetzt mit den derzeit in Wien vorhandenen 34 Geräten mehr als eine Verdopplung der Kontrollen. "Es hat sich gezeigt, dass bei den Kontrollen der letzten Jahre vor allem Alkoholisierungen zwischen 0,5 und 0,8 Promille unbeanstandet geblieben sind. Durch den Einsatz der Vortestgeräte konnten wir diesen Alkoholisierungsgrad wesentlich besser herausfiltern", stellt Goldgruber fest. Bei der gesamten Schwerpunktaktion im Jänner und Februar handelte sich rund ein Viertel aller kontrollierten Lenker eine Anzeige wegen Alkohol am Steuer ein.

Faschingsdienstag etwas "nüchterner"

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit konnte am Faschingsdienstag bei der Kontrolle von 120 Lenkern dabei sein und diese im Anschluss auch zum Thema Alkohol befragen. Bei zwei Prozent dieser 120 Personen wurde ein Blutalkoholgehalt zwischen 0,5 und einem Promille festgestellt. Etwa jeder achte Lenker wies einen Wert zwischen 0,1 und 0,5 Promille auf. Zwei Personen sprengten mit ihrem Alkoholpegel allerdings die Grenzen des Gesetzes, daher setzte es eine Vormerkung - dem zweiten Fahrer musste der Führerschein sogar an Ort und Stelle entzogen werden.

Häufigere Kontrollen werden auch von den Lenkern gewünscht

Die Wahrscheinlichkeit, in eine Alkoholkontrolle zu geraten, war bisher sehr gering. Das zeigten auch die Ergebnisse der Befragung. Nur 39 Prozent der Interviewten mussten sich schon einmal einem Alkotest unterziehen, etwa drei Viertel davon maximal zwei Mal. Alkohol am Steuer scheint für die Österreicher aber durchaus kein Kavaliersdelikt mehr zu sein. 70 Prozent der bei der Kontrolle befragten Lenker befürworteten häufigere Alkoholchecks durch die Exekutive. Ein Viertel war der Meinung, dass die Polizei bereits jetzt oft genug zum Test bittet und nur jeder 25. Lenker - übrigens ausschließlich Männer - fühlte sich überkontrolliert. Sechs Prozent der Befragten mussten ihren Führerschein schon einmal wegen eines Alkoholdeliktes abgeben. "Insgesamt hat sich für das KfV am Faschingsdienstag bestätigt, dass der Einsatz von Vortestgeräten einer der wichtigsten Schritte im Kampf gegen Alkohol am Steuer ist", zieht Thann das Resümee. "Alkoholvortestgeräte sollten eigentlich in jedem Einsatzwagen zur Standardausrüstung gehören."

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