Gusenbauer: "Gut und richtig, Arbeitsübereinkommen mit Haider zu lösen"

SPÖ-Chef auf "Startklar"-Tour im Bezirk Klagenfurt-Land - In Ortstafelfrage "längst eine Lösung, wenn sich Haider nicht so aufspielen würde"

Ferlach (SK) - "Es war gut und richtig, dass Gaby Schaunig das Arbeitsübereinkommen mit Landeshauptmann Haider gelöst hat", betonte SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer am Montagnachmittag anlässlich eines Pressegesprächs in Ferlach, das im Rahmen der "Startklar"-Tour durch den Kärntner Bezirk Klagenfurt-Land stattfand. Schließlich sei eine Zusammenarbeit mit Haider nicht möglich, habe dieser doch "mehrfach das Arbeitsübereinkommen gebrochen". Zusätzlich arbeite Haider für Kärnten nicht so, wie es sich "dieses wunderbare Bundesland verdient hätte", so der SPÖ-Chef, der darauf verwies, dass Haider "ausschließlich Selbstdarstellung auf Kosten des Landes betreibt". Bezüglich der Ortstafelfrage unterstrich Gusenbauer, "dass es längst eine Lösung auf Basis der Ergebnisse der Konsenskonferenz vom letzten Jahr gebe, wenn sich Haider nicht so aufspielen würde" -hier wollten Haider und seine "Phantompartei BZÖ" mit unzulässiger "Agitation" nur von der "wirklich tragischen Bilanz ablenken", die sie in Kärnten zu verantworten hätten. ****

Weitere Programmpunkte des heutigen "Startklar"-Tages waren:
Besuche der Firmen Spar und Glock GesmbH (ein industrieller Leitbetrieb der Region), des Bezirksaltenwohnheims in Ferlach und des Bio-Bauernhofs Raab. Weiters nahm Gusenbauer an einer Vertrauensleute-Konferenz in Ebental teil und besuchte ein Benefizkonzert der Gesellschaft der Freunde der Gendarmerie und Polizei, das zugunsten eines nach einem Unfall behinderten Polizisten stattfand. Der SPÖ-Vorsitzende überreichte hier eine Spende und sprach sein Mitgefühl angesichts des tragischen Ereignisses aus.

Unter Schaunig Kurswechsel in Kärnten

Die SPÖ unter der "engagierten und kompetenten" Landesvorsitzenden Gaby Schaunig habe sich in Kärnten "redlich bemüht, wesentliche Akzente zu setzen" - doch solange Haider und das BZÖ die Mehrheit haben, werde sich wenig ändern, machte Gusenbauer klar. Gaby Schaunig "lässt sich von Haider nicht länger auf der Nase herumtanzen", erinnerte der SPÖ-Chef an den Umstand, dass Haider mehrfach das Arbeitsübereinkommen mit der SPÖ Kärnten gebrochen habe. Prinzipiell gelte: "Besser eine Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende", so Gusenbauer. Kärnten brauche Haiders "sündteure Inszenierung ohne wirklichen Effekt" nicht, vielmehr brauche und verdiene sich Kärnten Maßnahmen in Richtung Beschäftigung und Sozialpolitik, verwies der SPÖ-Chef auf wichtige Punkte aus dem SPÖ-Programm. Der Umstand, dass Haider nicht bereit zu Neuwahlen ist, zeige deutlich, dass Haider offenbar "Angst hat, vor die WählerInnen zu treten". Zudem befinde sich Haider "in der Defensive", nachdem eine "junge, kompetente und engagierte" Gaby Schaunig angetreten sei, um den Kurswechsel in Kärnten einzuleiten. "Jörg Haider ist die Vergangenheit, während Gaby Schaunig die Zukunft repräsentiert", so der SPÖ-Chef wörtlich, der betonte, dass das "Bedürfnis nach Veränderung in Kärnten groß ist und es dringend notwendig ist, dass sich die Zeiten in Kärnten ändern".

Gusenbauer verweist in Ortstafelfrage auf Ergebnisse der letztjährigen Konsenskonferenz

Die im letzten Jahr bei der Konsenskonferenz zur Ortstafelfrage erzielte Übereinkunft sei von Landeshauptmann Haider "in die Luft gesprengt worden" - "es gibt also ein Problem Haider, und nicht ein Problem Ortstafeln", verdeutlichte der SPÖ-Vorsitzende.

Die Menschen machten sich vor allem Sorgen um die Arbeitsplätze, um das Gesundheitssystem, aber auch um die Sicherheit der Pensionen, sprach Gusenbauer seine Erfahrungen nach eineinhalb Jahren "Startklar"-Tour an. Gerade diese Bereiche würden von den Regierungsparteien besonders schlecht vertreten, so Gusenbauer, der darauf hinwies, dass sich die Menschen von der Bundesregierung nur zu oft schlecht vertreten und im Stich gelassen fühlten. Darum sei es ihm ein besonders großes Anliegen, sich ausreichend Zeit für die Sorgen und Ängste der Menschen zu nehmen, so der SPÖ-Chef, der abschließend darauf hinwies, dass ihn die Menschen - egal, wohin er komme, stets mit Herzlichkeit und Sympathie empfangen. (Schluss) mb

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