ÖGB: Geht´s den Frauen gut, geht´s der Wirtschaft gut

Csörgits: Wir wollen Frauen Mut machen, im Betriebsrat aktiv zu werden

Wien (ÖGB) - 10.250 Betriebsrätinnen gibt es österreichweit - und es sollen noch viel mehr werden, wünschen sich die ÖGB-Frauen und erhalten dabei Unterstützung von der Zweiten Nationalratspräsidentin Barbara Prammer. "Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März danken wir ganz besonders den Frauen, die sich in den Betrieben tagtäglich für die Anliegen ihrer Kolleginnen und Kollegen einsetzen. Gleichzeitig wollen wir jene Frauen, die noch nicht als Betriebsrätinnen aktiv sind, dazu ermuntern, diesen Schritt zu setzen. Wir bieten Ihnen dabei Rat und Hilfe an", sagt ÖGB-Frauenvorsitzende und Vizepräsidentin Renate Csörgits. Eine Delegation von Betriebsrätinnen aus ganz Österreich wird als Zeichen der Anerkennung ihrer Arbeit von Bundespräsident Heinz Fischer am 8. März, dem Internationalen Frauentag, empfangen.++++

1.800 Betriebsratskörperschaften in Österreich haben eine weibliche Vorsitzende, 2.250 Frauen sind stellvertretende Betriebsratsvorsitzende und rund 6.200 Frauen sind Betriebsratsmitglieder. Insgesamt sind 28 Prozent der BetriebsrätInnen in Österreich weiblich. "Wir verzeichnen einen Aufwärtstrend beim Frauenanteil in den Betriebsratskörperschaften. Im Vergleich zum Anteil an den unselbstständig Beschäftigten sind Frauen in den Betriebsräten aber immer noch unterdurchschnittlich vertreten", sagt Csörgits. Dazu kommt, dass Frauen vorwiegend in kleineren und mittleren Unternehmen, wo kein Betriebsrat eingerichtet ist, beschäftigt sind. "Solidarität zahlt sich aus. Wir wissen aus einer aktuellen Erhebung, dass Frauen in Betrieben mit Betriebsratskörperschaft durchschnittlich höhere Einkommen beziehen als in nicht-organisierten Betrieben. Wer einen Betriebsrat gründen will, kann auf unsere Hilfe zählen", erklärt die ÖGB-Frauenvorsitzende.

Welche Rechte BetriebsrätInnen haben und was bei einer Betriebsratsgründung zu beachten ist, erfährt man auf der Website www.ichbinsoweit.at und unter der Hotline 0800 - 5 777 44. In Zusammenarbeit mit dem Verein Österreichischer Gewerkschaftlicher Bildung (VÖGB) bieten die ÖGB-Frauen zudem eigene Seminare für Betriebsrätinnen an. Eine Schriftenreihe der ÖGB-Frauen, die "Rechtsinfos", vermitteln sozial- und arbeitsrechtliches Grundwissen zu für Frauen besonders relevanten Themen.

Csörgits: "Wir wollen Frauen dazu ermuntern, als Betriebsrätinnen aktiv zu werden und sich vor Ort für die Chancengleichheit und die Einhaltung der ArbeitnehmerInnenrechte einzusetzen." Von der Errichtung von Betriebsratskörperschaften würden letztlich aber auch die Unternehmen selbst profitieren, ist die ÖGB-Frauenvorsitzende überzeugt. "Studien beweisen, dass Beschäftigte in Unternehmen mit Betriebsrat zufriedener sind und die Fluktuation geringer ist als in Betrieben ohne Betriebsrat. Geht´s den Frauen in der Arbeitswelt gut, geht´s auch der Wirtschaft gut", so Csörgits abschließend. (mf)

ÖGB, 6. März
2006
Nr. 147

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