Weinzinger: Bartenstein-Aussagen zur Arbeitsmarktlage von Frauen sind zutiefst zynisch

Peinlich niedriger Frauenanteil bei Professuren und im BMVIT

Wien (OTS) - Verwundert zeigt sich heute die Frauensprecherin der Grünen, Brigid Weinzinger, über die gestrigen Aussagen von BM Bartenstein, bezüglich einer vorgeblichen Entspannung am Arbeitsmarkt. Dies möge eventuell in Ansätzen für Männer gelten, so Weinzinger, aber leider nicht für Frauen. Hier sei im Februar ein weiterer Anstieg zu verzeichnen gewesen auf 107.223 arbeitslose Frauen. "Bartensteins Aussagen sind angesichts der Arbeitsmarktlage von Frauen zutiefst zynisch", so Weinzinger.

Auch der vorgebliche Beschäftigungszuwachs vermittle ein falsches Bild, da er hauptsächlich auf atypische Beschäftigungsverhältnisse zurückzuführen sei. "In Österreich arbeiten bereits knapp 40 Prozent aller erwerbstätigen Frauen in Teilzeit. Das Gesamtarbeitsvolumen von Frauen ist nicht gewachsen", so Weinzinger.

Überrascht zeigt sich Weinzinger auch über die heutige Pressekonferenz zur Situation der Frauen in Forschung und Technologie von Staatssekretär Mainoni: "Wenn der Frauentag naht, kommen auch von schweigsamen Regierungsmitgliedern Wortmeldungen." Im universitären Bereich müssten in den nächsten Jahren die freiwerdenden Professuren mit Frauen besetzt werden, um den "peinlich niedrigen Frauenanteil zu heben", so Weinzinger. Überdies sei im BMVIT die Zahl der Frauen in Leitungsfunktionen des Ministeriums in den letzten Jahren von 18,3 auf 16,6 Prozent gesunken.

Weinzinger fordert zum wiederholten Mal eine Arbeitsmarkt- und Qualifizierungsoffensive für Frauen sowie effiziente Frauenfördermaßnahmen im Bereich Universität, Forschung und Technologie. "Gerade die Aussagen in den letzten Tagen zeigen, dass die Ignoranz der Regierung gegenüber der Situation von Frauen erschreckende Ausmaße angenommen hat", schließt Weinzinger.

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