BMLV zu Eurofighter: Vorgehensweise ist vertragskonform

Keine Luft-Boden-Fähigkeit vorgesehen

Wien (BMLV) - Zur aktuellen Diskussion um die österreichische Eurofighter-Beschaffung stellt das Bundesministerium für Landesverteidigung erneut fest:

Im 2003 geschlossenen Vertrag wurde vereinbart, dass Österreich beginnend im Jahr 2007 18 Stück Eurofighter der Tranche 2 ausgeliefert bekommt. Verteidigungsminister Günther Platter hat im Parlament bereits am 29. Juni 2005 dazu festgestellt: Sollte zu Beginn der Auslieferung die Tranche 2 nicht verfügbar sein, so wird Tranche 1 geliefert und auf Kosten der Eurofighter GmbH upgegradet. Die Luftraumüberwachung ist lückenlos sichergestellt, so Platter am 29. Juni 2005 im Parlament.

Die Kritik der Opposition geht ins Leere. Die Vorgehensweise der Eurofighter GmbH ist zu hundert Prozent vertragskonform. Für einen Vertragsausstieg ergibt dies keine Grundlage.

Für die österreichischen Flugzeuge ist keine Luft-Boden-Fähigkeit vorgesehen, weil Österreich die Flugzeuge für die Luftraumüberwachung einsetzen wird und daher auch in der Luft-Luft-Rolle bestellt hat. Österreich hat gemeinsam mit der deutschen Referenzluftwaffe ein gemeinsames Ausbildungsprogramm erstellt. Die Ausbildung für die Techniker, logistisches Personal und Piloten ist ausgeplant und in Teilen bereits im Laufen. Im Herbst 2006 werden die ersten Eurofighter-Piloten zur fliegerischen Ausbildung entsandt.

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