Frauenpolitik- SP-Ludwig: "ÖVP-Frauen ignorieren erfolgreichen Wiener Weg!"

Politik der Bundesregierung hat Frauen vom Arbeitsmarkt und aus Vollzeitarbeitsplätzen gedrängt

Wien (SPW-K) - "Die Wiener ÖVP-Frauen ignorieren einerseits den erfolgreichen Weg der Wiener Frauenpolitik und negieren zum anderen ganz klar die schweren Versäumnisse ihrer Parteikollegin, ÖVP-Frauenministerin Maria Rauch-Kallat", reagierte heute die SP-Gemeinderätin und Frauensekretärin der SPÖ-Wien, Martina Ludwig, auf Aussagen der Wiener ÖVP-Frauen. "Tatsache ist, dass Wien die bestausgebildeten Frauen von allen Bundesländern hat, das meiste Geld in spezielle frauenfördernde Maßnahmen auf dem Arbeitsmarkt investiert und die beste Betreuungssituation für Kinder bietet." Die Frauenbeschäftigungsquote betrage in Wien 72,8 Prozent, während sie österreichweit bei 58,8 Prozent liege - "und auch die Einkommensschere ist in Wien geringer als in Gesamtösterreich."

"Wien geht es darum, Chancengleichheit für alle Frauen zu schaffen", betonte Ludwig. Um diese Chancengleichheit zu erreichen, müsse der Hebel vor allem im Bereich der Arbeitsmarktpolitik angesetzt werden. "Frauen haben ein Recht auf Unterstützung beim beruflichen Wiedereinstieg und auch beim beruflichen Aufstieg." Es sei bedauerlich, dass die Wiener ÖVP-Frauen lieber Papiere produzieren, statt die eigene Frauenministerin in die Pflicht zu nehmen. "Denn es ist die Politik der Bundesregierung, die die Frauen vom Arbeitsmarkt und aus Vollzeitarbeitsplätzen drängt. Auf Grund der verfehlten Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik der Bundesregierung, aufgrund fehlender Kinderbetreuungsplätze außerhalb Wiens und aufgrund der zahlreichen Tücken des Kindergeldes werden und bleiben immer mehr Frauen arbeitslos - und Maria Rauch-Kallat rührt keinen Finger für die Frauen!" Laut WIFO habe das Kindergeld dazu geführt, dass der Anteil jener Frauen, die wieder eine Beschäftigung aufnahmen bevor das Kind 2 1/4 Jahre alt war, von 54 auf 35 Prozent gesunken ist.

Im Gegensatz zur Bundesregierung investiere die Stadt Wien jährlich steigende Summen in die aktive Arbeitsmarktpolitik. Seit 1995 seien die Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik im Rahmen des Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) von 4,7 Mio. Euro im Jahr 1995 auf 56 Mio. Euro im Jahr 2006 gestiegen. Heuer investiere der waff 4,8 Mio. Euro in spezielle Maßnahmen für insgesamt 3.000 Frauen. "Erstmals gibt es auch 200 Lehrlingsstiftungsplätze nur für Frauen", so Ludwig. "Und der Erfolg der Wiener Politik ist messbar:
Die Frauenbeschäftigungsquote beträgt in Wien 72,8 Prozent, österreichweit 58,8 Prozent." (Schluss)

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