Cap kritisiert eklatante Bevorzugung der ÖVP in ORF-Nachrichtensendungen

Wien (SK) - Die eklatante Bevorzugung der ÖVP in den Nachrichtensendungen des ORF kritisierte Montag der Mediensprecher der SPÖ, geschäftsführender Klubobmann Josef Cap. Laut Mediawatch kamen im vergangenen Februar in der reichweitenstärksten ZIB 1 ÖVP-Politiker mit einem Anteil von 66,3 Prozent fünfmal so oft zu Wort wie SPÖ-Vertreter. Von Objektivität und Chancengleichheit zwischen den Parteien, zu der der ORF von Gesetzes wegen verpflichtet ist, könne keine Rede sein. Cap kritisierte in diesem Zusammenhang insbesonders den zuständigen ORF-Informationsdirektor Gerhard Draxler, der seiner Aufgabe, für Ausgewogenheit und Objektivität zu sorgen, in keinster Weise nachkomme. ****

Angesichts dieser Daten sei es wenig verwunderlich, dass sich die Quoten der ORF-Nachrichtensendungen im Sinkflug befinden, konstatierte Cap. Rein rechnerisch sei darüber hinaus interessant, wie die ÖVP-Bevorzugung im Hinblick auf die im Herbst stattfindenden Nationalratswahlen weitergehen werde. Wenn die ÖVP schon jetzt, ein Dreivierteljahr davor bei rund 70 Prozent Anteil halte, lassen sich bei Fortsetzung dieser Entwicklung Zustände erwarten, die selbst Berlusconi neidisch machen müssten. "Beruhigend", so Cap abschließend, "sei einzig, dass dieser Entwicklung die Mathematik selbst eine Grenze gesetzt hat. Mehr als 100 Prozent ÖVP-Anteil können selbst beim besten Willen nicht erreicht werden." (Schluss) se/mp

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0007