Minderjährige rumänische Mädchen misshandelt und zur Prostitution gezwungen

Rotlichtfahnder zerschlagen Menschenhändlerring

Wien (OTS) - Ermittler der Polizei Wels, des Landeskriminalamtes Oberösterreich, des Landeskriminalamtes Burgenland und des Landeskriminalamte Tirol zerschlugen in Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt (.BK) einen brutalen Menschenhändlerring. Die Bande schleppte etwa dreißig junge Rumäninnen mit verfälschten ungarischen Reisepässen nach Österreich und teilte sie auf Bordellbetriebe in Burgenland, Oberösterreich, Salzburg und Tirol auf. Darunter befanden sich auch 8 minderjährige Mädchen, die teilweise unter schweren Misshandlungen zur Prostitution gezwungen wurden.

Die Fahnder waren bereits im August 2005 auf den Fall aufmerksam geworden. Zahlreiche Hinweise deuteten darauf hin, dass Rumäninnen mit gefälschten ungarischen Reisedokumenten in Österreich zur Prostitution gezwungen wurden. Das Bundeskriminalamt begann daher gemeinsam Ermittlungen mit den rumänischen Behörden zu koordinieren.

Der Kopf der Bande und zwei weitere Mitglieder wurden Ende Februar in Rumänien verhaftet. Am selben Tag hatten sie von einem Mann dessen zwei minderjährige Töchter übernommen. Als Beigabe bekamen sie auch noch eine Vollmacht des Vaters, die ihnen die völlige "Verfügungsgewalt" über die Mädchen zusicherte.

In Österreich waren sechs Bodellbetriebe in den Fall verwickelt. Bei den koordinierten Hausdurchsuchungen in diesen Betrieben wurden mehrere Opfer angetroffen, außerdem wurden zahlreiche Geschäftsunterlagen sichergestellt, die derzeit ausgewertet werden. Aufgrund der derzeit vorliegenden Beweise wurden die Bordellbetreiber auf freiem Fuß angezeigt.

Der positive Ausgang der bisher geführten Erhebungen war nur durch den direkten Informationsaustausch der ermittelnden Staaten und den gleichzeitig durchgeführten Zugriffsmaßnahmen in Rumänien und Österreich möglich.

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Bundeskriminalamt
Obst Gerhard Joszt
Tel.: 01-24836-85310

Stadtpolizeikommando Wels
CI Franz Schweiger
Tel: 0664/41 48 575

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