Freiheitliche Bauern kritisieren Landwirtschaftsminister Pröll

Wagenhofer: "Mit einem Federstrich "d`rüber gefahren!"

Wien (OTS) - "Wie sollte man die von Minister Josef Pröll herausgegebene Verordnung über die Obergrenzen der Stickstoffdüngung anders bezeichnen denn als Schikane gegen die ca. tausend Rinderbauern in ganz Österreich?" Pröll handle nach dem Motto "Ich mache alles, was die EU von mir verlangt", so der Obmann der Freiheitlichen Bauernschaft Horst Wagenhofer über die Denk- und Handlungsweise des Ministers für Landwirtschaft.

Kern der Kritik ist die Verordnung über die Begrenzung des Ausbringens von Stickstoffen aus Wirtschaftsdünger, die in der Verordnung des Bundesministeriums unter § 8 verankert ist. Eine Überschreitung der in dieser Verordnung festgelegten Menge von 170 kg Stickstoff pro ha ist nur dann zulässig, wenn der auf den Boden ausgebrachte Wirtschaftsdünger, einschließlich des von den Tieren selbst ausgebrachten Dungs, bis zu 230 kg Stickstoff nach Abzug der Stall und Lagerverluste je Hektar und Jahr betragen, und festgelegte Maßnahmen, Verfahren und Verhaltsweisen eingehalten werden. Diese erhöhte Ausbringung von 230 Kg Stickstoff kann durch ein Ansuchen bei der jeweiligen Bezirkshauptmannschaft eingebracht werden.

Wagenhofer: "Alles recht und schön, nur die Formulare zu diesem Ansuchen liegen erst seit ein paar Tagen in den Bezirkshauptmannschaften auf, sodaß der einzelne, noch so eifrige und pflichtbewußte Landwirt nicht die geringste Chance bekommen hätte, seinen Antrag bis 1. März 2006 abgeben zu können! Durch die gesunde Ernährung, die unsere Landwirte ihrem Vieh angedeihen lassen, produzieren diese einen biologisch und nitrathaltigeren Kot, als jene wie zum Beispiel in Holland, die vollgestopft mit Stärke bzw. Aufbaumitteln sind."

Als Belohnung für die Bemühungen unserer österreichischen Landwirte, ihre Tiere gesund zu ernähren, würden unsere Bauern nicht nur vor den Kopf gestoßen, sondern müßten noch die haarsträubendsten Auflagen nach EU-Richtlinien erfüllen, um nicht auch noch strafsanktioniert zu werden, so Wagenhofer. "Von der breiten Öffentlichkeit beinahe unentdeckt, erließ Pröll diese Verordnung, die den heimischen Landwirten zum xten male die Gewißheit bringt, welchen Stellenwert die österreichischen Bauern und ihre Familien bei den Vertretern der ÖVP gegenüber den EU Bürokraten haben."

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