FSG-Frauen: Durchbruch bei Teilzeitbeschäftigung zur Kinderbetreuung

In Wien gelingt Verbesserung des Pflegegesetzes

Wien (FSG) - In Wien ist gelungen, was bundesweit nicht möglich scheint: Bedienstete der Stadt haben ab sofort ein Anrecht auf Teilzeitbeschäftigung zur Pflege eines Kindes bis zum siebten Lebensjahr. Über diese Neuerung informierte Montag die Frauenabteilung der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (FSG-GdG).++++

"Nach schwierigen Verhandlungen ist uns der Durchbruch gelungen", erklärte Montag die Wiener FSG-Frauenvorsitzende Christa Hörmann. Beamte und vollbeschäftigte Vertragsbedienstete der Stadt Wien haben künftig ein Anrecht auf Teilzeitbeschäftigung zur Pflege eines Kindes bis zum 7. Lebensjahr. Die Dienstgeberin ist dazu verpflichtet, die Arbeitszeit auf Antrag der/des Bediensteten herabzusetzen.

Der Umfang der Teilzeitbeschäftigung ist in einem neuen Gesetzesblatt für Wien klar geregelt: Bis zum Ablauf von vier Jahren nach der Geburt des Kindes ist die Arbeitszeit zur Kinderpflege um mindestens ein Viertel und um höchstens drei Viertel, nach Vollendung des vierten Lebensjahres bis zum Ablauf von sieben Jahren nach der Geburt des Kindes oder bis zu einem späteren Schuleintritt um höchstens die Hälfte herabzusetzen.

"Besonders freut es uns, dass mit der Gesetzesänderung eine eindeutige Besserstellung gegenüber dem Bundesgesetz gelungen ist", sagte dazu FSG-Frauenreferentin Angela Lueger. Voraussetzung für diese Teilzeitbeschäftigung ist ein aufrechtes Dienstverhältnis seit mindestens drei Jahren.

Verbesserungen für Bedienstete der Stadt Wien, die ein behindertes Kind zu betreuen haben, bringt eine weitere Gesetzesänderung. Künftig muss auf Antrag bis zum 40. Lebensjahr des behinderten Kindes eine

Karenz ohne Bezüge gewährt werden (bisher bis zum 30. Lebensjahr). FSG, 6. März 2006 Nr. 6

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