Mainoni: Karriere-Scheren für Forscherinnen weiter beseitigen

Programm FEMtech für Frauen in Forschung und Technologie erfolgreich

Wien (BMVIT/MS) - "Die Top-Forschungsjobs sind nach wie vor von Männern besetzt. Je höher die Karrierestufe, umso weniger Frauen gibt es", diese ernüchternde Bilanz zog Forschungsstaatssekretär Mag. Eduard Mainoni in einer Pressekonferenz anlässlich des Weltfrauentags am 8. März. Die aktuellen Daten zur Jobsituation von Frauen und Männern im Forschungs- und Technologiebereich belegen, dass es hier eine offensichtliche Karriere-Schere gibt: Führungspositionen im naturwissenschaftlich-technischen Forschungsbereich sind nach wie vor großteils in Männerhand, obwohl die Zahl der Frauen, die eine solche Ausbildung absolvieren, gestiegen ist. Dies gilt sowohl für den universitären und außeruniversitären als auch für den Unternehmensbereich.

"Mit der BMVIT-Initiative FEMtech haben wir es aber schon erfolgreich geschafft, die Frauen mehr hinter dem Vorhang hervorzuholen, auf das vorhandene Potenzial weiblicher Expertise in Österreich aufmerksam zu machen und junge Frauen zu ermutigen, den Weg in naturwissenschaftliche und technische Berufe zu gehen", so Mainoni weiter.

Das Programm FEMtech umfasst die finanzielle Unterstützung von Maßnahmen zur Erhöhung von Chancengleichheit in Unternehmen und Einrichtungen der außeruniversitären Forschung ebenso wie Sensibilisierungs- und bewusstseinsbildende Aktivitäten wie beispielsweise die FEMtech Expertinnen-Datenbank und die Aktion "Expertin des Monats". Diese Datenbank hat einen enormen Ansturm erlebt, freut sich der Staatssekretär: "Mehr als 450 größtenteils höchstqualifizierte Expertinnen sind dort eingetragen und zeigen damit auf, dass große Karrieren im Forschungs- und Technologiebereich möglich sind und es viele attraktive Berufsperspektiven gibt." Mainoni kündigt darüber hinaus an, das Programm FEMtech fortzuführen:
"Das Geld ist hier gut und richtig investiert und stärkt darüber hinaus den Forschungsstandort Österreich", so der BZÖ-Staatssekretär.

Erich Gornik, Geschäftsführer der ARC, präsentierte als Vertreter der Jury für die "Forscherin des Monats" bzw. die "Expertin des Monats" die neue Broschüre "Forscherinnen 2005", in der zehn ausgezeichnete Forscherinnen portraitiert und vorgestellt werden. "Die Portraits vermitteln ein lebensnahes Bild von der Tätigkeit als Wissenschafterin und dienen als Rollenmodell für heranwachsende Generationen", so Gornik.

Claudia Ambrosch-Draxl, außerordentliche Professorin am Institut für Physik der Universität Graz und Forscherin des Monats April 2005 betonte die Wichtigkeit von solchen aufmerksamkeitsfördernden Maßnahmen. "So eine Auszeichnung ist eine tolle Rückenstärkung und ein Zeichen dafür, dass man ernstzunehmende Wissenschaft betreibt", so Ambrosch-Draxl. (Schluss)

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