Nachfrage in Österreich: Haus und Grundstück im Trend

Wien (OTS) - Suchabfragen auf www.immobilien.net zeigen: Ein
eigenes Haus bzw. Grundstück steht bei den Österreichern auf der Wunschliste ganz oben -Mietwohnungen sind in der Nachfragegunst hingegen gesunken.

Österreicher werden zunehmend wieder zu "Nestbauern". Das zeigt der Nachfrage-Index für das Jahr 2005, der von Österreichs größter Immobilienplattform www.immobilien.net quartalsweise erhoben wird. Demnach übernehmen Einfamilienhäuser im Eigentum außerhalb der Bundeshauptstadt mit rund 45 Prozent Suchanteil die klare Führungsrolle im Nachfrage-Ranking der Wohnimmobilien, Tendenz steigend.

Das bestätigt auch der heimische Makler s REAL: Generell gewinnt Eigentum gegenüber der Miete, in den Bundesländern besonders das Einfamilienhaus, weil einerseits die Investition in Immobilien hoch im Kurs steht, andererseits in den Medien laufend kolportiert wurde und wird, dass die Mieten im Steigen begriffen sind. Das hat gemeinsam für Rückenwind bei Eigentum gesorgt.

Privatgrundstücke finden sich bei den beliebtesten Wohnimmobilien zwar erst auf Platz vier, steigern ihren Nachfrageanteil jedoch seit Beginn der Erhebungen 2003 kontinuierlich (plus 19 Prozent seit dem vierten Quartal 2004).

Doch auch innerhalb Wiens wird das eigene Haus mit Garten zunehmend ein Nachfrage-Renner. Im Gesamt-Ranking belegen Einfamilienhäuser im Eigentum und Privatgrundstücke zwar nur Platz drei und vier - beide Immobilienarten holen jedoch dramatisch auf. So verzeichnete das klassische Einfamilienhaus im vergangenen Jahr ein Nachfrageplus von 24 Prozent, das Interesse an Wiener Privatgrundstücken steigerte sich seit dem vierten Quartal 2004 sogar um 60 (!) Prozent.

Grundstücks-Boom in Wien aus Sicht des Maklers

Die zunehmende Nachfrage nach Grundstücken in Wien begründet sich aus Sicht von s REAL in erster Linie aus dem knappen Angebot an Häusern in Miete: Der steigende Wunsch nach Miethäusern kann hier fast überhaupt nicht erfüllt werden, daher suchen die Wienerinnen und Wiener verbissen nach Grundstücken.

Häuser zunehmend attraktiver als Wohnungen

Die Tendenz zum eigenen Haus wird außerhalb der Bundeshauptstadt besonders deutlich. Die Zahlen belegen: Wenn es um die Schaffung von Eigentum geht, tendiert man außerhalb des Wiener Raums eher in Richtung Einfamilienhaus. Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen ist seit dem vierten Quartal 2004 in ganz Österreich um 13 Prozent gesunken. Wien bildet hier die Ausnahme.

Eigentumswohnungen: Wien ist anders

Entgegen dem Trend in den Bundesländern zeigt sich in Wien ein leichter Aufwärtstrend bei der Nachfrage nach Eigentumswohnungen (plus sechs Prozent seit dem vierten Quartal 2004, derzeit mit 35 Prozent Nachfrageanteil Platz zwei im Nachfrageranking).

s REAL: "In Wien - als Österreichs größtem Mietmarkt - ist der Trend weg von der Miete und hin zum Eigentum am klarsten erkennbar." Einen weiteren Grund für die gute Nachfrage nach Eigentumswohnungen in Wien sieht s REAL auch im verstärkten Trend in Immobilien zu veranlagen.

Ebenfalls interessant: In der Bundeshauptstadt verzeichnet die Nachfrage nach Eigentumswohnungen deutliche saisonale Schwankungen -im Winter steigt die Nachfrage, im Sommer verliert sie zu Gunsten der Einfamilienhäuser!

Mietwohnungen verlieren weiter

Österreichweit verzeichnen Mietwohnungen - bis auf wenige regionale Ausnahmen - permanente Einbußen bei der Nachfrage. Außerhalb Wiens belegt diese Immobilienart mit einem durchschnittlichen Nachfrageanteil von 17 Prozent zwar noch Platz zwei im Beliebtheitsranking - seit dem vierten Quartal 2004 ist das Interesse an Mietobjekten jedoch um zwölf Prozent gesunken.

Ein Trend, der sich auch innerhalb Wiens weiter fortsetzt: Hier führt die Mietwohnung zwar klar im Beliebtheits-Ranking (aktuell 51 Prozent Nachfrageanteil), seit dem vierten Quartal 2004 ist das aktive Interesse an dieser Immobilienart jedoch um neun Prozent gesunken.

Häuser in Miete - Nachfrage-Boom gebrochen

In ganz Österreich verzeichneten Einfamilienhäuser in Miete Anfang 2005 einen beeindruckenden Nachfrage-Zuwachs. Bis zum dritten Quartal 2005 setzte sich dieser Trend weiter fort. Allerdings: Seit dem vierten Quartal 2005 pendelt sich der Ansturm auf Einfamilienhäuser in Miete auf einem konstanten Level ein. Derzeit liegen Häuser in Miete bei sieben Prozent Nachfrageanteil, die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten.

s REAL: Die Nachfrage nach Miethäusern stagniert auf relativ hohem Niveau, das Angebot ist allerdings sehr gering, daher waren Preissteigerungen die Folge und diese resultierten in einem verstärkten Trend, das fehlende Angebot durch Hauskauf, aber vor allem Grundkauf einschließlich schneller Lösung (Fertighaus!) zu ersetzen.

Hinweis für die Redaktion:
Auswertungen aller übrigen Bundesländer sind bei Immobilien.NET auf Anfrage erhältlich.

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