Niederwieser: SPÖ mit modernstem Bildungsprogramm für Kurswechsel gerüstet

Broukal: Universitäten brauchen adäquate finanzielle Ausstattung

Linz (SK) - "Ich habe noch nie in meiner langen politischen
Laufbahn erlebt, dass Bildung ein so wichtiges Thema gewesen ist, wie es das im Augenblick ist", betonte SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser am Samstag bei der SPÖ-Bundesbildungskonferenz in Linz. Er sei aber überzeugt, dass die SPÖ die richtigen Antworten auf die aktuellen Fragen habe. "Wir haben das modernste Programm, wir sind gut gerüstet und startklar für den Wechsel", so Niederwieser. SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal hielt fest, dass, wenn man von den Universitäten Leistung verlange, sie auch entsprechend mit finanziellen Ressourcen ausgestattet sein müssten. Die Elite-Universität in Gugging werde wohl kommen, "auf eine schmalspurige ÖVP-Art und Weise eben", so Broukal der kritisierte, dass eine finanzielle Besserstellung der Elite-Uni nicht zu rechtfertigen sei. "Ein Prestigeobjekt muss sich denselben Qualitätsprüfungen stellen, wie alle anderen auch und darf nicht bevorzugt werden." ****

Das SPÖ-Kompetenzteam Bildung bestehe aus vielen unterschiedlichen ExpertInnen, so Niederwieser. "Das macht auch unsere Stärke aus. Was die Kompetenz in Bildungsfragen anbelangt, liegen wir weit vor der ÖVP", so Niederwieser. Die SPÖ sei hier mit dem Bildungsprogramm gut aufgestellt und würde Antworten auf alle wichtigen bildungspolitischen Fragen bieten. "Wir wollen den Kindern eine bessere Schule ermöglichen. Das heißt eben Frühförderung, das heißt bessere Ausbildung der Kindergärtnerinnen, das heißt gemeinsame Ausbildung aller Lehrer, das heißt echte Chance für Ganztagsschule und das heißt auch eine gemeinsame Schule", hielt Niederwieser fest. Eine Gemeinschaftsschule der Sechs- bis Fünfzehnjährigen müsse das Ziel sein. "Das ist viel gerechter, weil es mehr Chancen für alle gibt", so der SPÖ-Bildungssprecher.

Niederwieser forderte aber auch die Möglichkeit für Berufsschulen, selbstständig Lehrlingsausbildung anbieten zu können. "Wir brauchen diese Möglichkeit der schulischen Berufsausbildung. So könnten wir kurzfristig und hoch qualitative Lehrlingsausbildung anbieten", betonte Niederwieser. Die ÖVP sei in bildungspolitischen Fragen eine extrem konservative Partei, die eben diese Unterscheidungen und Klassenunterschiede im Bildungssystem wolle. "Es ist unsere Aufgabe zu zeigen, wie schädlich diese Trennung ist", so Niederwieser.

Er sei gestern an der Uni Innsbruck gewesen, wo ihm der Rektor vorgerechnet habe, dass die Universität - bei gleich bleibenden Geldmitteln und gleich bleibenden Lehrangebot - im Jahr 2013 in Konkurs sei. "Die Folge ist, dass die Universitäten bei den jungen Mitarbeitern die Gehälter kürzen und die Studierendenzahlen werden beschränkt werden", warnte Broukal. Das könne aber nicht die Antwort sein. Die SPÖ, die für einen freien Hochschulzugang eintrete, trete damit auch dafür ein, dass den Universitäten die entsprechenden Geldmittel zur Verfügung gestellt werden müssten. "Strenge Rechnung, gute Freunde muss hier als Grundsatz dienen", so Broukal. Man müsse aber auch dafür kämpfen, dass die Chancen, die man auf den Universitäten erwarte, auch für alle anderen Menschen geboten werden würden. "Wir müssen, wenn wir von Bildung sprechen, nicht nur von den Unis sprechen, wir müssen auch davon sprechen, dass Bildung ständig und überall allen Menschen zugänglich sein muss", betonte Broukal.

Die Elite-Universität in Gugging werde wohl kommen, die Ministerin habe nun ja schon die vier Rektoren der größten österreichischen Universitäten in das entsprechende Gremium entsandt. "Und mit ihnen werden dann auch die Forscher kommen. Eben nicht die internationalen Größen, aber gute, österreichische Forscher. Die Uni wird also kommen. Auf eine schmalspurige ÖVP-Art und Weise eben", kritisierte Broukal. Zu erwarten und zu befürchten sei aber, dass die Elite-Universität als Prestigeobjekt bevorzugt werde. "Man braucht sich ja nur die finanzielle Ausstattung anzusehen", so Broukal abschließend der festhielt, man werde genau darauf achten, dass sich hier nicht ein ÖVP-Prestigeobjekt aus dem Qualitätskampf stehlen werde. (Schluss) js

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