ARBÖ: Rückreisewelle der Bayern legt Transitstrecken mit über 330 Kilometern Stau lahm

"Rien ne va plus" auf den Hauptverkehrstrecken in Tirol, Vorarlberg, Salzburg und Bayern

Wien (OTS) - Das Ende der einwöchigen Winterferien in Bayern hatte am heutigen Samstag die erwarteten Auswirkungen. Die Transitrecken in Salzburg, Tirol, Vorarlberg und natürlich in Bayern wurden durch die Rückreisewelle zigtausender deutscher Urlauber regelrecht lahm gelegt, berichtet der ARBÖ.

Die Staustrecke schlechthin war die Autobahnverbindung zwischen Kufstein und München. Sowohl auf der bayerischen A93 als auch auf der Inntalautobahn (A12) gab es zwischen Wörgl und dem Autobahndreieck Inntal auf rund 55 Kilometern kein Weiterkommen. Im weiteren Verlauf wurden auch auf der Autobahn München-Salzburg (A8) zwischen dem Knoten Inntaldreieck und dem Kreuz München/Süd rund 35 Kilometer Stau gemeldet. "Auch Autofahrer aus Richtung Salzburg mussten sich zwischen Frasdorf und dem Knoten Inntaldreick rund 10 Kilometer anstellen. Reisende brauchten in dem rund 100 Kilometer langen Stau mit mehreren Stunden Wartzeit sehr, sehr viel Durchhaltevermögen", berichtet ein Sprecher der bayerischen Polizei dem ARBÖ. Auf eine harte Geduldsprobe wurden die Autofahrer auch auf der Fernpaß Bundesstraße (B179) gestellt. Auf der gesamten Strecke von rund 60 Kilometern zwischen Imst und Vils ging es in Richtung Deutschland zum Großteil nur noch im Schritttempo weiter. Vor den Tunnelportalen des Lermoosertunnels und des Grenztunnels Vils/Füssen wurde der Verkehr gegen Mittag nur blockweise abgefertigt.

Ein ähnliches Bild wie auf der Fernpaßstrecke bot sich den Autofahrer auch auf der Arlbergschnellstraße (S16). Hier wurden in Fahrtrichtung Vorarlberg zwischen dem Arlbergtunnel und Imst gegen 12:40 Uhr rund 40 Kilometer Stau gemessen. Auch auf den "Zubringen" zur S16 wie der Ötztal Bundesstraße (B186) und der Reschen Bundesstraße (B180) kamen die Autofahrer in Staus bis zu 20 Kilometern nicht mehr voran.

In Vorarlberg erwiesen sich wie so oft die Tunnelportale auf der Rheintalautobahn (A14) und der Arlbergschnellstraße (S16) als Nadelöhre und Staumagnete. Sowohl vor dem Dalaasertunnel auf der S16 und dem Pfändertunnel auf der A14 herrschte zu Mittag Blockabfertigung mit jeweils rund 4 Kilometern Rückstau. Auf der Tauernautobahn (A10) in Salzburg steckten die Autofahrer auf der Strecke zwischen Bischofshofen und Werfen in einem rund 10 Kilometer langen Stau fest. Ein ähnliches Bild bot sich auch auf der Pinzgauer Bundesstraße (B311). Sowohl zwischen Schwarzach/Pongau und Bischofshofen auf rund 15 Kilometern als auch zwischen Zell am See und Unken auf rund 50 Kilometern ging es zum Großteil nur noch im Schritttempo weiter.

In der Steiermark war einmal mehr die Ennstal Bundesstraße (B320) von erheblichen Verkehrsbehinderungen betroffen. Im Großraum Liezen wurden in beiden Richtungen insgesamt rund 20 Kilometer Stau gemeldet. Im benachbarten Südtirol sorgten auf der Brennerautobahn (A22) eine Baustelle und der Reiseverkehr zwischen Sterzing/Vipiteno und Brixen/Bressanone für rund 13 Kilometer Stau.

"Die Reisewelle hat mit insgesamt rund 330 Kilometern Stau oder zähem Verkehr auf den Transitstrecken in Österreich, Bayern und Südtirol in den Mittagstunden sicherlich ihren Höhepunkt erreicht. Erfahrungsgemäß wird sich die Situation im Lauf der Nachmittagstunden bessern. Mit einer endgültigen Beruhigung ist allerdings erst im Laufe der Abendstunden zu rechen", resümiert ARBÖ-Verkehrsexperte Thomas Haider abschließend.

(Forts. mögl.)

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