Leitl: "Geplante österreichische Stromlösung muss zu besserem Wettbewerb beitragen"

WKÖ-Präsident erwartet Überprüfung durch Wettbewerbsbehörde und verlangt, dass engere Zusammenarbeit der Stromfirmen zu höherer Effizienz und niedrigeren Preisen führt

Wien (OTS) - "Ich bin nicht grundsätzlich gegen Zusammenschlüsse bzw. Beteiligungen in der Stromwirtschaft, solange dies zu einer höheren Effizienz und damit sinkenden Preisen für die Stromkunden führt. Wenn eine Verschränkung aber den notwendigen Wettbewerb verhindert oder erschwert, ist das abzulehnen", kommentiert Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, den jüngsten Anlauf, die Österreichische Stromlösung (ÖSL) doch noch unter Dach und Fach zu bringen. Natürlich, so Leitl, sei es das Recht der Eigentümer, Firmenzusammenschlüsse oder Beteiligungen herbeizuführen:
"Das Eigentum ist aber so zu organisieren, dass die von EU-Wettbewerbskomissarin Kroes, von Energie-Regulator Boltz oder vom obersten Wettbewerbshüter Barfuss kritisierte mangelhafte Wettbewerbssituation am Energiemarkt verbessert wird." Damit keine Wettbewerbsverschlechterung durch die Stromlösung eintritt, erwartet Leitl in jedem Fall eine Überprüfung zumindest durch die heimische Wettbewerbsbehörde.

Der WKÖ-Präsident will vor einer endgültigen Bewertung der ÖSL noch die Vertragsdetails abwarten: "Klar ist aber, dass eine engere Zusammenarbeit positive Synergieeffekte auslösen muss, die dazu beitragen, das das Preissenkungspotential von 10 bis 20 Prozent rasch verwirklicht werden kann und an die Stromkunden weitergegeben wird." Sinkende Strompreise würden für den Standort Österreich einen positiven wirtschaftlichen Impuls bringen und zu mehr Wachstum und Beschäftigung führen.

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