Schüssel: Soziale Balance ist einzige Chance, in Frieden miteinander zu leben

Wien, 4. März (ÖVP-PD) Anlässlich der Verleihung der Leopold Kunschak-Preise 2006 sagte gestern, Freitag, Bundeskanzler und ÖVP-Bundesparteiobmann Dr. Wolfgang Schüssel, dass "die sozial- und gesellschaftspolitischen Fragen, die man sich schon in der Zeit Leopold Kunschaks gestellt hatte, auch noch heute von aller höchster Aktualität sind: Die Rolle des Staates, der Kirche, der Religionen, die Rolle des einzelnen und seine Bedeutung auf die Gesellschaft. Der Leopold Kunschak-Preis ist Symbol für ein soziales Gewissen und den Interessensausgleich", so der Bundeskanzler. ****

Es sei leichter, in einer klaren Situation eine Seite einzunehmen, als die Balance zu suchen. "Das Herstellen der sozialen Balance ist ein ganz wichtiges Thema und die einzige Chance, in Frieden miteinander zu leben", betonte Schüssel. "Es gibt in Europa drei bis vier Länder, die als Vorzeigeländer in Europa gelten. Dass Österreich zu diesen Ländern zählt, kann und soll uns stolz machen", betonte der Bundeskanzler. Es werden wirtschaftliche Spitzenleistungen erzielt, zugleich habe Österreich aber auch eine hohe Sozialquote vorzuweisen. Jüngere und Ältere Leute sind eingebunden in eine solidarische Gesellschaft. Das sei soziale Wärme, so Schüssel.

"Europa muss den Mut haben, sich nicht nur mit seinen Werten auseinander zu setzen, sondern sich dazu bekennen und es als Gegenmodell zum amerikanischen, asiatischen und anderen Lebensmodellen zu begreifen und weiterzuentwickeln", so Schüssel. Nirgendwo sonst auf der Welt gebe es eine derartige Balance
zwischen wirtschaftlichem Wohlstand, sozialer Absicherung und der Dimension für Umwelt und Nachhaltigkeit. Es sei davon auszugehen, dass auch die künftige globale Entwicklung wesentlich davon abhänge, welches Modell sich durchsetze.

Als Musterbeispiel, wo Österreich das europäische Lebens- und Sozialmodel mit beeinflussen könne, sei insbesondere die Qualität des Gesundheitssystems und das Ausmaß der Sozialpartnerschaft, "das sozialen Frieden und soziale Sicherheit gewährleistet". Als eine Überlebensfrage bezeichnete der Bundeskanzler, "ob es uns gelingt, am Energiesektor einen Weg zu finden, der bedeutet, Verbesserungen bei der Energienutzung zu erzielen und neue, nachhaltige Umwelttechniken zu etablieren", schloss der Kanzler.

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