Findeis: Verschlechterungen für neue PolizistInnen

Neuaufnahmen sollen in Zukunft als Vertragsbedienstete erfolgen

St. Pölten, (SPI) - Die Arbeitsbedingungen bei der Exekutive sind bei weitem keine leichten. Hunderte PolizistInnen fehlen, die Kriminalität ist ungebremst hoch und der Arbeitsaufwand steigt ständig. "Wenn nun junge KollegInnen in die Ausbildung aufgenommen werden, dann ist das sicher ein wichtiger Schritt. Aber eben nur ein erster Schritt. Zudem hat die Sache einen massiven Haken:
PolizistInnen sollen in Zukunft nicht mehr als Beamte, sondern als Vertragsbedienstete eingestellt werden. Die neuen Dienstverträge werden auf 24 Monate befristet! Eine Übernahme in ein öffentlich rechtliches Dienstverhältnis soll erst danach erfolgen. Angesichts der Arbeitsbedingungen bei der Exekutive ist das nicht gerade ein Anreiz für junge Menschen, sich für diesen gefährlichen und aufreibenden Beruf zu entscheiden", kritisiert der Sicherheitssprecher der SPNÖ, LAbg. Hermann Findeis.****

Während der ersten 12 Monate der Dienstzeit sollen außerdem keine Einsätze mit erhöhter Selbst- oder Fremdgefährdung gemacht werden. "Bei welchem Einsatz das möglich sein wird, ist mir allerdings ein Rätsel! Die Arbeit eines Polizisten ist nun einmal keine ungefährliche", so Findeis weiter. Zusätzlich zur dienstrechtlichen Schlechterstellung bedeutet die Richtlinie des Bundeskanzleramtes auch eine finanzielle Schlechterstellung der jungen KollegInnen. Das Bruttoanfangsgehalt der PolizeischülerInnen wird demnach um fast ein Drittel geringer sein als bisher. Auch das ist kein Anreiz für junge Leute, PolizistIn zu werden! Hier ist ein dringendes Umdenken gefordert", so LAbg. Hermann Findeis abschließend.
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