Neues Volksblatt: "BZÖ-Prestige" (von Christian Buchar)

Ausgabe vom 3. März 2006

Linz (OTS) - Wohl selten noch hat ein in seinen Auswirkungen vergleichsweise so geringes Projekt politisch so lange für so großen Wirbel gesorgt. Nur etwa fünf Prozent der Arbeitnehmer, rechnet man in der Regierung, könnten künftig unter die Schwerarbeiterregelung fallen. De facto könnten es noch weniger sein.
Als Ursula Haubner die Regelung zum orangen Prestigeobjekt ausgerufen hat, hat sie offensichtlich die tatsächlichen Schwierigkeiten unterschätzt - im Gegensatz zu anderen Kräften wie dem ÖGB und der Opposition, die sie dann mit zunehmenden Umsetzungsschwierigkeiten genüsslich vor sich hertreiben konnten. So resultiert nun etwa die nicht wirklich nachvollziehbare Begrenzung auf die letzten 20 Berufsjahre einfach aus faktischen Gegebenheiten - weil eine Nachweisführung für die Jahre davor eben nicht möglich ist. De facto stand man jetzt vor einem Punkt, an dem alle Möglichkeiten ausgereizt waren. Die Alternativen hießen völlige Umkehr - was bei Prestigeobjekten politisch nicht opportun ist - oder eben Durchziehen, samt Evaluierungskommission. Die Regelung wird auch die nächste Regierung wieder beschäftigen.

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