k-ULM-inierte Irrtümer der Wiener ÖVP

Wien (OTS) - Der Wiener Landesvorsitzende der Fraktion
Christlicher Gewerkschafter in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten, Kurt Obermülner, kritisierte heute Aussagen des ÖVP-Landtagsabgeordneten Dr. Ulm. Dieser hatte der Kronen Zeitung gegenüber beanstandet, dass es aufklärungsbedürftige Frühpensionierungen von zwei Krankenschwestern gebe.

Obermülner begründete seine Verärgerung damit, "dass LAbg. Dr. Ulm in unseriöser Schreibtischtätermanier auf theoretischen Argumenten herumreitet, die ein menschlich einfühlendes Mitdenken vermissen lassen. Dass er mit seiner Kritik ausgerechnet zwei Krankenschwestern ins Visier nimmt, noch dazu 56 und 57 Jahre alt, zeugt davon, dass es sich hier unverständlicher Weise gleich um mehrfache - kULMinierte -Irrtümer handelt.

Schon die Andeutung eines Privileges, wonach das gesetzliche Pensionsalter von 80 % der städtischen Beamten nicht erreicht wird, ist zurück zu weisen, weil es etliche Berufsgruppen gibt, die ihren Dienst niemals bis zum gesetzlichen Pensionsalter erfüllen könnten -und trotzdem brauchen die Wiener Beamten den echten Vergleich des durchschnittlichen faktischen Pensionseintrittsalters mit ASVG-Pensionisten nicht zu scheuen. Dass ein Landtagsabgeordneter der Opposition dann aber ausgerechnet Krankenschwestern im Alter von 56 und 57 Jahren, wenn sie den schwierigen Pflegeberuf nicht mehr ausüben können, wegen eines von der SPÖ mitverschuldeten strukturellen Personalproblems, eine Weiterbeschäftigung in einem neuen Betätigungsfeld, mit einem - wegen wegfallender Zulagen -geringeren Einkommen zumuten will, dann kann man sich nur mehr wundern."

Abschließend forderte Obermülner den Landtagsabgeordneten Dr. Ulm auf, "bei der mitunter notwendigen Kritik an aufklärungsbedürftigen Einzelfällen oder auch echter Systemfehler nicht die christlich-soziale Haltung zu verlieren. Wer vom Schreibtisch aus Zahlenspielereien vornimmt, ohne sich einfühlend mit den realen Hintergründen und menschlichen Konsequenzen zu befassen, der sollte von der Politik die Finger lassen."

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Harald Knotzer
Organisationsreferent
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