Gehrer: "Window of opportunity" nutzen

Optimale Rahmenbedingungen für Wissenschaft und Forschung

Wien (OTS) - Gehrer: "Window of opportunity" nutzen.
Utl: Optimale Rahmenbedingungen für Wissenschaft und Forschung

"Die weitere Umsetzung des Exzellenzinstitutes wird ein "national committee" und ein "international committee" nachhaltig unterstützen und weiterführen", erklärte Bundesministerin Elisabeth Gehrer bei der Pressekonferenz über die weitere Vorgangsweise der Errichtung des Exzellenzinstitutes. Im "national committee" finden sich alle wesentlichen Institutionen der österreichischen Wissenschaftslandschaft. Dieses Team hat sich durch weitere in- und ausländische Wissenschafter ergänzt.

Der Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Univ.-Prof. Herbert Mang, sowie der Vorstand des Wissenschaftsrates, Univ.-Prof. Jürgen Mittelstraß, stellten die Aufgaben des "national committee" vor. Das "national committee" wird insbesondere an der Umsetzung der nächsten Schritte zur Verwirklichung des Institutes mitarbeiten und fungiert dabei als Beratungs- und Kommunikationsorgan. Es wird für eine Abstimmung mit der österreichischen Exzellenzstrategie "Strategie 2010" des Rates für Forschung und Technologieentwicklung sorgen, sowie Unterstützung bei der Einbindung in die europäische Initiative (EIT) bieten.

Neue Komitees

Mitglieder des "national committee" sind die Akademie der Wissenschaften, vertreten durch ihren Präsidenten Univ.-Prof. Herbert Mang, der Österreichische Wissenschaftsrat durch den vorsitzenden Univ.-Prof. Jürgen Mittelstraß, Univ.-Prof. Christoph Badelt von der Rektorenkonferenz, Univ.-Prof. Georg Winckler als Präsident der European University Association und Univ.-Prof. Günther Bonn vom Rat für Forschung und Technologieentwicklung. Dieses Team hat sich durch die Nominierung von weiteren in- und ausländischen Wissenschaftern bzw. Wissenschafterinnen ergänzt. Dazu zählen: Univ.-Prof. Dr Eduard Arzt, Direktor am Max-Planck-Institut für Metallforschung, Univ.-Prof. Erich Gornik, Geschäftsführer des Austrian Research Centers, Univ.-Prof Horst Kern, ehemaliger Präsident der Philipps-Universität Marburg, Univ.-Prof. Georg Stingl von der Med. Uni Wien (ÖAW) sowie Rektor Univ.-Prof. Hans Sünkel von der TU Graz (Rektorenkonferenz).

Der Präsident der Industriellenvereinigung, Veit Sorger, stellte die Aufgaben und Funktion des "international committee" vor: Dieses wird aus drei internationalen Wissenschaftern bzw. Wissenschafterinnen bestehen und innerhalb eines Zeitraumes von 8 - 10 Wochen grundlegende Empfehlungen für die Vorgangsweise in der Gründungsphase und für den weiteren Aufbau des Institutes leisten. Dazu zählen die Definition der Forschungsthemen, insbesondere auch in interdisziplinären Gebieten, die Erstellung einer Road Map für die weitere Umsetzung sowie die Erstellung eines Anforderungsprofils für die Auswahl des ersten Präsidenten bzw. der ersten Präsidentin und der ersten Senior Scientists.

Finanzielle Grundlage

Erfreut zeigte sich Ministerin Gehrer über die Schaffung der finanziellen Grundlage des Projektes, das ein großes Zukunftsprojekt für Österreich sei. "Wir haben erreicht, dass in den nächsten 10 Jahren insgesamt 570 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Das ist eine weitere riesige Investition in Forschung und Entwicklung in Österreich. Die Drittmittel für das Institut wird der Bund bis zu 95 Millionen Euro verdoppeln", so Gehrer weiter.

Rahmengesetz

Einmal mehr betonte Bundesministerin Elisabeth Gehrer, dass bei Erstellung des gestern in den Nationalrat eingebrachten Gesetzesentwurfs bewusst die Struktur eines Rahmensgesetzes gewählt wurde, um so dem Institut die größtmögliche Freiheit zu gewährleisten. Zentrale Organe sind dabei der Präsident bzw. die Präsidentin sowie das Scientific Board. Diese geben die strategische Ausrichtung vor, berufen Forscherinnen und Forscher, erlassen das Organisationsstatut und schlagen Mitglieder des Scientific Boards vor.

Wie in anderen international vergleichbaren Einrichtungen ist ein Kuratorium vorgesehen, das von denen bestellt wird, welche die finanziellen Leistungen garantieren. Diesem Organ kommt Kontroll- und Aufsichtsfunktion zu.

Wir nutzen damit ein "window of opportunity". Dieses Institut wird äußerst erfolgreich die Forschungslandschaft in Österreich bereichern. Mit dem neuen Institut wollen wir auch bei der Initiative der Europäischen Union, das die Errichtung eines "European Institut of Technology" plant, dabei sein, schloss Gehrer.

Mit freundlichen Grüßen

Mag. Thomas Schmid
Pressesprecher
Kabinett Bundesministerin Elisabeth Gehrer

Minoritenplatz 5
A-1014 Wien

Tel. + 43/1/531 20 5008
Fax + 43/1/533 77 97

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Pressebüro
Tel.: (++43-1) 53 120-5002

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BWK0001