Schüssel: "IST größtes Forschungsprojekt, das wir je in Österreich hatten"

Wien (OTS) - Im heutigen Pressefoyer im Anschluss an die Ministerratssitzung im Parlament informierte Bundeskanzler Schüssel über die beschlossene 15a Vereinbarung zwischen dem Bund und dem Land Niederösterreich, die neusten Asylzahlen sowie aktuelle Entwicklungen am Arbeitsmarkt.

Zum einstimmigen Beschluss des Ministerrates zur 15a Vereinbarung hinsichtlich des Institute for Science and Technology (IST), teilte der Bundeskanzler mit, dass in Summe etwa 570 Mio. Euro seitens des Bundes, des Landes Niederösterreich und erwarteten Zuschüssen aus Wirtschaft und der EU zusammenkommen werden.
"Das ist bei weitem das größte Forschungsprojekt, das je in Österreich verwirklicht wurde. Mit über 570 Mio. Euro in den nächsten 10 Jahren setzen wir ein deutliches Zeichen in Richtung eines modernen Wissenschafts- und Forschungsstandort Österreich", so der Bundeskanzler.

"Wir haben innerhalb weniger Tage eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Land Niederösterreich fixieren können. Das Netzwerk des IST soll auf bestehende Infrastrukturen der Universitäten oder der Akademie der Wissenschaften zurückgreifen. Dieses Konzept bietet den besten Leuten die Möglichkeit, vor den Toren Wiens in Freiheit zu arbeiten und zu forschen", so Schüssel weiter.
Bund und Land Niederösterreich werden zusammen 225 Mio. Euro für den laufenden Betrieb der nächsten 10 Jahre zur Verfügung stellen. Hinzukommen erwartete Drittmittel seitens der EU und der Wirtschaft von bis zu 135 Mio. Euro sowie nochmaligen Bundeszuschüsse von 95 Mio. Euro. Investitionen in Grundstücke und Infrastruktur von Seiten Niederösterreichs bezifferte Schüssel mit 116,5 Mio. Euro.

Ein weiteres Thema: Der Bundeskanzler sprach in Bezug auf die neuesten Asylzahlen von einem deutlichen Abfall um 27% im Vergleich zum Vormonat: "Es zeigt uns deutlich, dass die Verschärfung der gesetzlichen Spielregeln in diesem Bereich zu greifen beginnt und die Situation somit beherrschbarer wird", so der Bundeskanzler.

Zur aktuellen Lage am Arbeitsmarkt strich Schüssel den Anstieg von Arbeitsplätzen um 42.700 (+1,35%) hervor. "Das ist ein Anstieg um 1,35% und stellt ein gewaltiges Plus an Beschäftigung dar. Wir beweisen hiermit, dass es auch mit einem Wachstum unter 2,5% möglich ist, neue Arbeitsplätze zu schaffen", so der Bundeskanzler.

Gleichzeitig informierte Schüssel über einen verlangsamten Anstieg bei den Arbeitslosenzahlen und strich hervor, dass 34% der aktuell als arbeitslos gemeldeten Personen eine feste Wiedereinstellungszusage haben. Ebenso ist der Anstieg bei inländischen Arbeitslosen praktisch zum Stillstand gekommen und bei Jugendlichen ist er sogar im Absinken begriffen. "Der Blum-Bonus und die Qualifizierungsoffensive der zweiten und dritten Bildungschance für junge Leute beginnt zu wirken. Wir haben in diesem Monat bereits fünf Bundesländer mit sinkender Arbeitslosenzahl und diese Entwicklung gibt allen Grund zur Hoffnung", so Schüssel abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Heidemarie Glück
Pressesprecherin des Bundeskanzlers
Tel.: (01) 531 15 / 2917

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NBU0002