Broukal zu Elite-Uni: "Steuerzahler bezahlt, Industrie bestimmt"

Industrie leistet lediglich fünf Prozent der Finanzierungssumme

Wien (SK) - "Die Elite-Uni ist ein weiteres Geschenk der Bundesregierung an die privaten Großunternehmer - Steuerzahler bezahlt, Industriellenvereinigung bestimmt", erklärte SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Laut heutigen Aussagen von IV-Präsident Veit Sorger, werde die Industrie einen Finanzierungsrahmen von 30 Millionen Euro über zehn Jahre zur Verfügung stellen. "Dieser Betrag, durchschnittlich drei Millionen Euro pro Jahr, sind Peanuts im Vergleich zu den exorbitanten Konzerngewinnen der letzten Jahre. Trotzdem darf sich Herr Sorger nach Gutdünken die Mitglieder des 'International Committee' aussuchen, die die grundlegende Weichenstellungen für die zukünftige Ausrichtung der Elite-Uni machen. Eine Verhöhnung der österreichischen, allen voran niederösterreichischen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler", so Broukal. ****

Ein kurzer Blick auf den heute vorgestellten Finanzierungsplan genügt, um das Ungleichgewicht zwischen öffentlicher und privater Finanzierung zu erkennen. Der Bund zahlt demnach 290 Millionen Euro, das entspricht 50,7 Prozent der Gesamtsumme. Das Land Niederösterreich wird 146,5 Millionen Euro (25,6 Prozent der Gesamtsumme) zur Verfügung stellen. Die Industrie wird lediglich rund 30 Millionen Euro (5,2 Prozent der Gesamtsumme) beisteuern - "wenn sie dieses Versprechen überhaupt einhalten", so Broukal. "Sind diese fünf Prozent Finanzierungsbeteiligung seitens Wirtschaft und Industrie der 'große Teil' von dem Ministerin Gehrer im Oktober 2004 (vgl. APA 321 vom 1.10.2004) gesprochen hat?", fragt der SPÖ-Wissenschaftssprecher abschließend. (Schluss) ps/mp

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