AK-Präsident Kalliauer: "Keine Rede von einer Trendwende am Arbeitsmarkt"

Linz (OTS) - AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer widerspricht den Aussagen von Minister Bartenstein, nach denen sich die Maßnahmen der Bundesregierung positiv auf den Arbeitsmarkt auswirken: Deren Engagement bremst nur kurzfristig den Anstieg der Arbeitslosigkeit. Gleichzeitig steigt aber die Zahl der Schulungsteilnehmer/-innen enorm an.

Zwar sind in Oberösterreich im Vergleich zum Vorjahr um 216 Personen weniger arbeitslos gemeldet. Gleichzeitig ist aber die Zahl der in kurzfristigen Schulungen befindlichen Personen um 2068 - das sind 26,5 Prozent - gestiegen. "Von einer Verbesserung der Arbeitsmarktlage ist demnach weit und breit nichts zu sehen, von einer Trendwende kann keine Rede sein", so der AK-Präsident.

Besonders krass ist in Oberösterreich die Situation für Ältere am Arbeitsmarkt: Die Zahl der 55-59-Jährigen Arbeitslosen hat sich im Februar um 12,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Nach wie vor auf hohem Niveau befindet sich die Jugendarbeitslosigkeit: Gegenüber dem Vorjahr sind in Oberösterreich um 437 oder 4,3 Prozent mehr Unter 25-Jährige ohne Job. Die Zahl der Lehrstellensuchenden ist sogar um 16,2 Prozent angestiegen.

Auch das leichte Plus bei der Beschäftigungsentwicklung löst sich bei näherer Betrachtung in Nichts auf. Dieses ergibt sich aus dem anhaltenden Trend zu Teilzeitjobs und dem Anstieg bei den Karenzgeldbezieher/-innen.

Gerade im Teilzeitland Oberösterreich ist klar: "Wir brauchen endlich das von der AK seit Jahren geforderte Konjunkturpaket", sagt Präsident Kalliauer. Dazu müssen die kleinen Einkommen entlastet und Investitionen in Bildung und öffentliche Infrastruktur getätigt werden. "Nur durch eine Ankurbelung der Nachfrage wird Beschäftigung geschaffen. Die Arbeitslosen in kurzfristige Kurse zu stecken, schönt zwar die Statistik, hilft aber den Betroffenen nicht", so Kalliauer.

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