Österreich erfolgreich bei der Reinhaltung seiner Gewässer

EU-Konferenz über Wasserrahmenrichtlinie und Landwirtschaft in Wien

Wien (OTS) - Die EU-Wasserrahmenrichtlinie stellt Gewässer als Lebensräume in den Mittelpunkt ihrer neuen Wasserpolitik. Österreich hat es in den letzten Jahren überaus erfolgreich geschafft, seine Flüsse und Seen sauber zu halten. Die Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie bis 2015 können aber letztlich nur dann erreicht werden, wenn auch die Landwirtschaft ihren Beitrag leistet. Das erklärte, Werner Wutscher, Generalsekretär des Lebensministeriums, heute, Donnerstag, bei der Eröffnung der Konferenz "Wasserrahmenrichtlinie und gemeinsame Agrarpolitik -Möglichkeiten für die Zukunft" in Wien.

Die von der EU-Wasserrahmenrichtlinie gefordete Bestandsanalyse hat ergeben, dass in Europa viele Gewässer durch die landwirtschaftliche Bodennutzung belastet sind. Die Agrarreform 2003 hat die Möglichkeiten zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie verstärkt. Die Wasserdirektoren haben daher im Juni 2004 eine EU Strategic Steering Group (SSG) eingerichtet, die sich mit den Wechselwirkungen zwischen der Wasserrahmenrichtlinie und der Gemeinsamen Agrarpolitik auseinandersetzt.

Die gemeinsam von Lebensministerium und EU-Kommission veranstalte Konferenz in Wien dient dem Meinungsaustausch von internationalen Agrar- und WasserexpertInnen mit dem Ziel, Handlungsoptionen zu erarbeiten. Österreich hat sich zu Beginn der Diskussion um die Berücksichtigung der Wasserrahmenrichtlinie in der neuen Verordnung zur Entwicklung des ländlichen Raums klar positioniert. Die Wassereinzugsgebiete in die Kategorie der Natura 2000 Gebiete förderpolitisch einzustufen, ist auf eine Anregung Österreichs zurückzuführen. Das Programm für ländliche Erntwicklung beinhaltet eine Reihe von Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität. Mit dem Agrarumweltprogramm ÖPUL werden 89 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche Österreichs erfasst und damit eine umweltgerechte Landwirtschaft gefördert. "Mit der im europäischen Vergleich hohen Anzahl an Biobetrieben und der ständigen Reduktion des Einsatzes von Düngemitteln und Pestiziden leistet Österreich einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der Wassergüte. Insgesamt wurde im Jahr 2004 im aktuellen Programm zur Entwicklung des ländlichen Raums mehr als die Hälfte der ÖPUL-Mittel für Maßnahmen ausgegeben, die von wasserwirtschaftlicher Relevanz sind", so Wutscher abschließend.

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