Amon: SPÖ-Gewerkschafter sind Totengräber der Mitarbeiterbeteiligung

ÖGB-Spitze soll sich um Finanzen der Gewerkschaft kümmern und nicht Mitarbeiter behindern

Wien (OTS) - Es sei eigentlich ein "unwürdiges Schauspiel, das SPÖ sowie sozialistische Teile der Gewerkschaft und Arbeiterkammer derzeit in der Causa AMAG treiben", sagte heute, Donnerstag, ÖAAB-Generalsekretär Abg.z.NR Werner Amon, denn "wo leben wir denn, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht einmal selbst entscheiden dürfen, wie sie mit ihrem Eigentum umgehen wollen", so Amon weiter.

Hintergrund für Amons Kritik ist die Haltung der SPÖ sowie der SPÖ-Teile in Gewerkschaft und AK rund um den Verkauf der Mitarbeiteranteile im Ausmaß von 20 Prozent an der Austria Metall AG (AMAG). "Dass Erich Haider aus Oberösterreich wie seine Wiener SPÖ-Parteifreunde ein sehr geringes Maß an Wirtschaftskompetenz besitzt, hat er ja bereits hinlänglich in der Frage der VOEST-Privatisierung bewiesen, wo all seine Schreckgespenster wie Seifenblasen zerplatzt sind", stellte Amon klar.

Dass der SPÖ in Oberösterreich nun schon die Mitglieder davonlaufen, müsste Haider eigentlich zu denken geben, aber auch eine klare Haltung der Gewerkschaft werde in dieser Frage vermisst. Offensichtlich werde hier von den "SPÖ-Arbeitnehmervertretern ausschließlich aus parteipolitischen Motiven heraus agiert, mit dem alleinigen Ziel, die Interessen ihrer Partei und nicht jene der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durchzusetzen", kritisierte der ÖAAB-Generalsekretär.

Allgemein gewinne man den Eindruck, dass die SPÖ-Gewerkschafter die "Gewerkschaftsbewegung zunehmend in Gefahr bringen. Auf der einen Seite werden - zumindest indirekt - Gelder der Gewerkschaftsmitglieder verspekuliert, weil die Gewerkschaftsbank BAWAG Geschäfte im Hochrisikobereich tätigt. Auf der anderen Seite agiert man in vielen Fragen als verlängerter Arm der SPÖ-Parteizentrale", stellte Amon klar.

"Wenn man Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die Aktien besitzen, nicht erlauben will, dass sie zu ihrem Geld kommen, dann fordere ich ein Machtwort von ÖGB-Präsident Verzetnitsch und AK-Präsident Tumpel, die diesem unwürdigen Schauspiel ein schnelles Ende bereiten sollen, wenn sie nicht als Totengräber der Mitarbeiterbeteiligung in die Geschichten eingehen wollen", schloss Amon.

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