Arbeitsmarkt: Grüne Wien fordern Arbeitslosenanwaltschaft

Vana: Situation äußerst besorgniserregend, denn 109.920 Menschen sind in der Bundeshauptstadt ohne Job

Wien (OTS) - Immer mehr Menschen sind auf der Suche nach Arbeit.
Das zeigt neuerlich mit dramatischer Deutlichkeit die aktuelle AMS-Statistik: Insgesamt waren in Wien im Februar 109.920 Personen, jene in Schulungen eingeschlossen, beim AMS arbeitssuchend gemeldet. Dass in Wien der Anstieg verglichen mit allen anderen Bundesländern am zweitstärksten ausfällt, ist für Monika Vana, Stadträtin der Grünen Wien, äußerst besorgniserregend. "Wien muss sich mehr im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit anstrengen, fordert die Vana. Die Zahlen zeugen nicht von arbeitsmarktpolitischer Kompetenz der SPÖ."

In Anbetracht steigender Betroffenheit von Arbeitslosigkeit drängt Vana neuerlich auf die Errichtung einer Arbeitslosenanwaltschaft. Vana begründet ihre Forderung mit dem steigenden Beratungsbedarf und der zunehmenden Zahl an Konfliktfällen mit dem AMS über den Bezug des Arbeitslosengeldes oder die Verpflichtung zu Kursmaßnahmen. Arbeitslose sind auf Beratung, Betreuung und Wahrnehmung ihrer Interessen besonders angewiesen. "Derzeit überwiegen die Pflichten gegenüber den Rechten. Da ist eine starke Lobby besonders wichtig". so die Stadträtin.

Vana kritisiert, dass die spezifischen Problemlagen einer wachsenden Bevölkerungsgruppe zu wenig in der Arbeitsmarktpolitik berücksichtigt werden. Wien hat eine Kinder- und Jugendanwaltschaft, eine Umweltanwaltschaft, einen Seniorenbeauftragten, einen Pflegebeauftragten, sogar eine Brandschutzbeauftragte - aber keinen Arbeitslosenbeauftragten. "Aus Grüner Sicht besteht hier dringender Handlungsbedarf", betont Vana abschließend.

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