Morak: "Europa muss auf die Überholspur kommen" - Kroes: "Wake up call" für Europa

"Content for Competitiveness": EU-Experten Seminar 1

Wien (OTS) - "Wir setzen mit dieser Konferenz ein wichtiges
Zeichen: Kultur und Wettbewerb, Kultur und Wirtschaft sind keine Gegensätze. Was wir brauchen ist ein Zusammenspiel, eine Vernetzung aller unterschiedlichen Perspektiven. Wenn wir uns das Ziel gesetzt haben, die Europäische Union zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Raum zu machen, dann spielt dabei die Content- und Kreativwirtschaft eine ganz entscheidende Rolle", so Staatssekretär Frank Morak, heute, Donnerstag, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes anlässlich der Eröffnung der EU-Konferenz "Content als Wettbewerbsfaktor -Stärkung der europäischen Kreativwirtschaft im Licht der i2010 Strategie" . Die Konferenz der österreichischen Präsidentschaft in Kooperation mit der Europäischen Kommission, die bis morgen in Wien tagt, hat zum Ziel, das große Potential der Content- und Kreativwirtschaft aufzuzeigen, das Bewusstsein für die enorme Bandbreite an ökonomischen, sozialen und rechtlichen Fragestellungen zu wecken und Strategien für die Positionierung Europas im internationalen Wettbewerb zu entwickeln.

Die Content- und Kreativwirtschaft werde nach wie vor nicht in dem Ausmaß als Stimulans und als Katalysator für Wirtschaftswachstum wahrgenommen, wie es ihr zukommen sollte. "Österreich hat dieses Thema deshalb zum Schwerpunkt seiner EU-Präsidentschaft gemacht: Die Kreativwirtschaft muss einer Bewertung unterzogen werden, wie wir sie in anderen Wirtschaftsbereichen auch haben", sagte der Staatssekretär.

Die Content- und Kreativwirtschaft habe bereits heute einen wesentlichen Anteil an der ökonomischen Wertschöpfung in Europa, so Morak weiter. Der Informations-, Kommunikations- und Mediensektor ist der am stärksten wachsende Wirtschaftssektor. Alleine zwischen 2000 und 2003 trug die Wachstumsrate im IKT Sektor zu mehr als 25% des Produktivitätswachstums in Europa bei und betrug 5,3% des BIP. "Wir müssen uns mit den Fragen beschäftigen, welche strukturellen Änderungen umzusetzen sind, damit sich die europäische Content- und Kreativwirtschaft im globalen Wettbewerb an vorderster Stelle platzieren kann. Europa muss mit den USA und Asien gleichziehen und auf die Überholspur kommen", so der Staatssekretär. Das Breitband als Transportweg für Informationen und Dienstleistungen ist die Autobahn der Zukunft. Als EU-Ratsvorsitz unterstützen wir daher aktiv die Europäische Kommission bei der Umsetzung der i2010 Strategie", so Morak.

Auch für EU-Wettbewerbskommissarin Kroes ist die Förderung der Content- und Kreativwirtschaft von großer Bedeutung. "Die Wettbewerbspolitik ist einer der Schlüsselfaktoren der Wettbewerbsfähigkeit. Sie spielt in der i2010 Strategie eine bedeutende Rolle. Es ist eines der erklärten Ziele der EU-Kommission, die Content-Industrie zu stärken. Wir können dieses Ziel aber nur in Zusammenarbeit mit den Mitgliedsstaaten, den für die Regulierung zuständigen Behörden, der business community und den Konsumenten erreichen", so Kroes.

Morak und Kroes waren sich einig, dass Europa seine Ressourcen bündeln müsse, um mehr Wachstum und Beschäftigung in Europa zu erzielen und Europa wettbewerbsfähig zu halten. "Wir haben so viele Talente, wir müssen sie nur richtig nutzen. Diese Konferenz und diese Initiative der österreichischen Präsidentschaft seien ein "Weckruf für Europa", so die Kommissarin abschließend.

Weitere Information zur Konferenz: www.contentconference.at

Livestreaming der Telekom Austria:
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