Hoscher zu Abschreibungen im Tourismus: ÖVP soll unwürdiges Doppelspiel beenden

Antrag im Nationalrat zwei Jahre vertagt - SPÖ-Verlangen auf Debatte im Plenum in spätestens drei Monaten

Wien (SK) - Mit der Aufforderung an die ÖVP, "ihr unwürdiges Doppelspiel zum Schaden der heimischen Tourismusbranche zu beenden", präsentierte der Tourismus- und Freizeitwirtschaftssprecher der SPÖ, Dietmar Hoscher, Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst einen heute von der SPÖ im Nationalrat eingebrachten Entschließungsantrag. In diesem Antrag wird die Erhöhung der Absetzung für Abnutzung ohne Nachweis der Nutzungsdauer für Beherbungsbetriebe und Gastgewerbe von drei auf vier Prozent gefordert. Hoscher: "Das ist eine wesentliche Forderung der Branche, die zuletzt beim ÖHV-Hotelierkongress in Saalfelden breit diskutiert wurde und auch von SPÖ-Vorsitzendem Alfred Gusenbauer gefordert wurde." ****

Bereits vor zwei Jahren habe die SPÖ diese Forderung per Antrag im Nationalrat eingebracht - "seit zwei Jahren verhindert die ÖVP, dass der Antrag auf die Tagesordnung des Finanzausschusses gesetzt wird". Daher bekomme die ÖVP nun eine weitere Chance auf öffentliche Stellungnahme: auf Verlangen der SPÖ werde binnen drei Monaten eine Debatte über den Antrag im Nationalrat (Erste Lesung) stattfinden.

Einmal mehr verwies Hoscher auf den enorm hohen Stellenwert der Tourismus- und Freizeitwirtschaft für die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes. "Eine zielgerichtete steuerliche Entlastung der Branche ist seit Jahren überfällig", betonte Hoscher. Es sei unverständlich, warum namhafte ÖVP-Vertreter öffentlich erklärten, die von der SPÖ geforderten steuerlichen Entlastungen seien richtig und wichtig, während im Nationalrat jeder Vorstoß auf den St. Nimmerleinstag vertagt werde. "In spätestens drei Monaten wird die ÖVP erklären müssen, warum sie sich so vehement gegen die Interessen der Tourismus- und Freizeitwirtschaft stellt", betonte Hoscher abschließend. (Schluss) ah/mp

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