Darabos: Haider startet "kindischen Rachefeldzug"

Haider handelt demokratiepolitisch sehr bedenklich - "es geht ihm nur um die Macht"

Wien (SK) - "LH Haider ist völlig unberechenbar. Worum es ihm einzig und allein geht, ist der Machterhalt", erklärte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos zu den Ankündigungen Haiders, den Kärntner SPÖ-Regierungsmitgliedern Ressortzuständigkeiten zu entziehen. Darabos wandte sich gegenüber dem SPÖ-Pressedienst entschieden gegen derartige "Willkürakte ohne jegliche sachliche Berechtigung" und erklärte, dass Haider demokratiepolitisch äußerst bedenklich handle. ****

LH Haider habe das Arbeitsübereinkommen in Kärnten gebrochen. Aber anstatt die logischen Konsequenzen zu tragen, starte Haider einen "kindischen Rachefeldzug", so Darabos.

Die Veränderung der Ressorts habe rein gar nichts mit Sachpolitik zu tun, und sei wieder einmal "eine selbstbezogene Aktion Haiders, von der die Menschen in Kärnten rein gar nichts haben."

Bei der Kärntner SPÖ-Vorsitzenden Gaby Schaunig sei das Sozialreferat in allerbesten Händen. Mit dem von ihr erarbeiteten Modell der Lebenssicherung habe sie eine der größten Errungenschaften im Sozialbereich vorgelegt. Sollte Haider nun das Sozialreferat an sich reißen, liege der Verdacht nahe, dass er dieses Erfolg versprechende Modell für sich verbuchen wolle, oder aber das Projekt abwürgen und das Geld in der Manier des großzügigen Wohltäters händisch verteilen wolle. "Für die Kärntner Bevölkerung ist keine der beiden Aussichten ein Fortschritt", so Darabos, der abschließend die Kärntner Regierungsmitglieder von BZÖ und ÖVP dringend aufforderte, von Haiders angekündigtem Willkürakt Abstand zu nehmen. (Schluss) se

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