Öllinger: 68.000 junge Menschen ohne Chance auf Arbeit und Perspektive

Weinzinger: Wieder starker Anstieg der Frauenarbeitslosigkeit

Wien (OTS) - "Bei den Arbeitslosenzahlen purzelt jedes Monat neu
der traurige Rekord vom Vormonat", kritisiert der stv. Klubobmann und Sozialsprecher der Grünen, Karl Öllinger. Die Regierung beschränke sich auf Aktionismus und Schönfärberei. "Und sie tut nichts anderes, als immer mehr arbeitslose Menschen in Kursen zu verstecken". Ende Februar sind inklusive BezieherInnen eines Pensionsvorschusses bzw. eines Übergangsgeldes 400.000 Menschen ohne Arbeit von Leistungen des AMS abhängig.

"Die beängstigende Situation für Frauen am Arbeitsmarkt hält weiter an. Auch die heutigen Zahlen belegen, dass der Trend anhält, wonach Frauen von Arbeitslosigkeit stärker betroffen sind als Männer. Und die Regierung nimmt das schweigend in Kauf", kritisiert Brigid Weinzinger, Frauensprecherin der Grünen. Bei den Frauen gäbe es ein Plus von 1,1 Prozent, bei den Männern ein Plus von 0,3 Prozent. Wenn noch dazugerechnet werde, dass rund 70.000 Frauen laut Arbeitskräfteerhebung als Hausfrau tätig sind, aber gerne arbeiten würden und zudem viele Frauen Kindergeld beziehen und dadurch nicht in der Arbeitslosenstatistik erfasst sind, so hat Österreich mehr arbeitssuchende Frauen als Männer.

Als "absolut erschreckend" bezeichnet Öllinger auch die Arbeitslosigkeit bei jüngeren Menschen. "Da stehen 68.000 Menschen am Beginn ihres Berufslebens ohne Chance auf Arbeit und damit ohne Perspektive da. Angesichts dieser tickenden Zeitbombe mit sehr kurzer Lunte ist es nicht nur zynisch, sondern geradezu ignorant, wenn Bundeskanzler Schüssel von einer Verbesserung der Situation bei jungen Menschen spricht", so Öllinger.

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