Wiener Wohnungslosenhilfe: 35 Einrichtungen mit 2.600 Plätzen

Neu: Stadtplan für wohnungslose Menschen mit Infos über Einrichtungen

Wien (OTS) - "Ein Drittel der Betroffenen schafft es mit unserer Unterstützung wieder, dauerhaft in den eigenen vier Wänden leben zu können. Der Teufelskreis Wohnungslosigkeit kann durchbrochen werden. Das ist ein Ausweis der sehr guten Arbeit der Wiener Wohnungslosenhilfe", sagte am Donnerstag Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Renate Brauner im Rahmen eines Mediengesprächs im Tageszentrum "JOSI". Rund 33 % der KlientInnen verfügten 2005 nach Auszug aus den Übergangswohneinrichtungen über eine dauerhafte Wohnmöglichkeit. Zur Winterbilanz meinte Brauner: "Wien steht im internationalen Städtevergleich sehr gut da. Bei uns muss niemand auf der Strasse schlafen, weil es zu wenig Angebote gibt. In diesem Winter standen sogar einige Plätze in den NächtigerInnenquartieren frei".

Winterbilanz der Wiener Wohnungslosenhilfe

Von November 2005 bis Jänner 2006 standen im Bereich der langfristigen Wohnplätze im Schnitt 2.329 Plätze und für Notfälle durchschnittlich 240 NächtigerInnenplätze zur Verfügung. Damit war das Angebot so breit gefächert, dass es über den gesamten Winter hinweg jederzeit freie Kapazitäten gab. An den Tagen mit der Höchstauslastung waren in den drei NächtigerInnenquartieren "Otto", "R2" und "Lazarettgasse" im Dezember 2005 insgesamt 30 Plätze, im Jänner 2006 22 Plätze frei. Menschen, die aufgrund ihrer psychischen Situation die Angebote zur Nächtigung in einer der Einrichtungen der Wiener Wohnungslosenhilfe nicht annehmen, werden aktiv von SozialarbeiterInnen aufgesucht. In diesem Winter wurden für diese Zielgruppe z.B. im Tageszentrum "JOSI" rund 500 Schlafsäcke bereitgestellt. Es stehen noch ausreichend Schlafsäcke zur Verfügung.

Stadtplan für Menschen ohne Wohnung

Der neue "Stadtplan für Menschen ohne Wohnung" des Fonds Soziales Wien (FSW) ist auch als Unterstützung für jene Menschen gedacht, die schwer dazu zu bewegen sind, das Angebot der Wiener Wohnungslosenhilfe in Anspruch zu nehmen. Er soll für akut wohnungslose Menschen Information und Orientierungshilfe sein. "Unsere Einrichtungen für wohnungslose Menschen sind so unterschiedlich wie die Bedürfnisse der Betroffenen. Der Stadtplan für wohnungslose Menschen hilft Obdachlosen die passende Unterstützung zu finden. Er steht auch für unser aktives Zugehen auf Menschen, die unsere Hilfe und Unterstützung brauchen", so Peter Hacker, Geschäftsführer des FSW.

Die handliche Broschüre im Taschenformat besteht aus zwei Teilen: einem Stadtplan und einer Übersicht der Wiener Einrichtungen. Der Info-Teil umfasst 84 Adressen mit Telefonnummern und Öffnungszeiten sowie wichtigen Hinweisen z.B. über Aufnahmemodalitäten. Im Stadtplan sind sämtliche Einrichtungen eingezeichnet. Farben kennzeichnen die unterschiedlichen Angebote -im Informationsteil wie im Plan.
Verteilt wird der Stadtplan mit einer Auflage von 7.000 Stück primär über die Einrichtungen der Wiener Wohnungslosenhilfe und ihrer KooperationspartnerInnen. Weiters wird er in den Sozialzentren/Sozialreferaten der MA 15, den Magistratischen Bezirksämtern und in den Polizeikommissariaten aufgelegt.

Die Wiener Wohnungslosenhilfe in Zahlen

Der FSW als Einrichtung der Stadt Wien ist neben vielen anderen sozialen Aufgaben dafür zuständig, Wohn- und Nächtigungsplätze, Beratungs- und Betreuungsangebote für wohnungslose Menschen zur Verfügung zu stellen. Das Gesamtangebot der Wiener Wohnungslosenhilfe besteht aus insgesamt 35 Einrichtungen:

o fünf ambulanten Einrichtungen (Tageszentren, Beratungsstellen, dem medizinischen Betreuungsbus "Louise") o 22 Übergangswohneinrichtungen (Nächtigerquartiere, Übergangswohnhäuser allgemein, Zielgruppenwohnhäuser z.B. für Frauen, Betreutes Wohnen in Wohnungen vor allem für Familien) o acht Dauerwohnhäuser

Der FSW finanziert die Leistungen, die von KooperationspartnerInnen in dessen Auftrag erbracht werden (wie z.B. die Gruft der Caritas der Erzdiözese Wien). Derzeit erbringen zehn KooperationspartnerInnen Leistungen im Rahmen der Wiener Wohnungslosenhilfe. Das Budget der Wiener Wohnungslosenhilfe beträgt im Jahr 2006 rund 22,5 Mio. Euro.
Auf den insgesamt rund 2.600 Wohnplätzen werden pro Jahr durchschnittlich 3.800 Personen betreut.

"Die Stadt Wien hat sich in der Wohnungslosenhilfe zum Ziel gesetzt, dass jede und jeder die individuelle Unterstützung bekommt, die sie oder er braucht. Mit unserem maßgeschneiderten Angebot helfen wir gezielt einen weiteren sozialen Abstieg der KlientInnen zu vermeiden und dauerhafte Wohnungslosigkeit zu verhindern. Dieses Angebot werden wir in den nächsten Jahren noch weiter ausbauen", schloss Brauner.

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