AUSGEZEICHNETE LEISTUNGEN FÜR DEN KLIMASCHUTZ

Umweltminister Pröll ehrte Unternehmen für erfolgreich umgesetzte Klimaschutzmaßnahmen und zeichnete AbsolventInnen der klima:aktiv-Lehrgänge und -Ausbildungen aus Wien (OTS) - Konkrete Erfolge für den Klimaschutz wurden am Abend des 1. März im Festsaal im Haus der Wiener Kaufmannschaft gewürdigt: In feierlichem Rahmen überreichte Umweltminister Josef Pröll Auszeichnungen an insgesamt 32 Unternehmen, die durch Maßnahmen im betrieblichen Mobilitätsmanagement erhebliche CO2-Reduktionen erzielt und damit vorbildliche Best-Practise-Beispiele entwickelt und umgesetzt haben. Zusätzlich erhielten insgesamt 35 AbsolventInnen der Aus- und Weiterbildungsprogramme, die die Klimaschutz-Initiative klima:aktiv für Professionisten und Berater aus der Bau- und Sanierungsbranche anbietet, Urkunden und Zertifikate für erfolgreich abgeschlossenen Lehrgänge und Ausbildungen.

"Die Kompetenz und das fachliche Know-how bei der Anwendung von klimaschonenden Technologien und Lösungen zu erhöhen, sowie die heimische Wirtschaft bei der Umsetzung von konkreten Projekten und Initiativen zur CO2-Reduktion zu unterstützen sind zentrale Ziele von klima:aktiv", erklärte Umweltminister Josef Pröll bei der Verleihung. "Das Programm gibt daher vielfältige Impulse und Angebote, um speziell bei Professionisten wie Planern, Baumeistern, Architekten oder Installateuren, die allesamt eine zentrale Rolle bei der Umsetzung klimaschonender Technologien spielen, das Wissen um den Nutzen und die Anwendbarkeit von klimaschonenden Technologien im Alltag zu fördern und zu verstärken."

"In vielen Bereichen sind heimische Unternehmen europaweit führend bei der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen. Diese Erfolgsbeispiele gilt es vor den Vorhang zu holen und damit andere zur Nachahmung zu motivieren. Mit Forschungsergebnissen wie z.B. aus der Programmlinie Haus der Zukunft des BMVIT verfügt Österreich über sehr spezielles Know-how bei Entwicklung und Anwendung von klimaschonenden Technnologien, das über klima:aktiv einer breiten Marktanwendung zugeführt wird. Dies sichert Kompetenzvorsprung und schafft neue Arbeitsplätze und Berufsbilder. Klimaschutz wird damit zum wichtigen Wirtschaftsfaktor", so Umweltminister Josef Pröll.

Auszeichnung der ersten klima:aktiv Planer
Mit der Entwicklung der Passivhaus-Standards sorgt der Bausektor für neue Perspektiven. klima:aktiv unterstützt die Verbreitung von ökologischen Niedrigstenergie- und Passivhäusern und legt mit den klima:aktiv Haus-Kriterien die dafür wegweisenden Standards vor.

Bei der gestrigen Auszeichnungsveranstaltung wurden die ersten neun Absolventen des Lehrgangs klima:aktiv bauen ausgezeichnet. Diese haben alle Zertifizierungsanforderungen erfüllt und dürfen sich nun als "klima:aktiv Planer", "klima:aktiv Baumeister" bzw. "klima:aktiv Architekt" bezeichnen. Der Lehrgang klima:aktiv bauen wird in Kooperation mit dem WIFI in mehreren österreichischen Bundesländern angeboten; die Zertifizierung erfolgt durch die WIFI-Zertifizierungsstelle. (www.haus.klimaaktiv.at, www.bildung.klimaaktiv.at)

Zertifizierung für Solarkompetenz
Besonderen Erfolg haben die Ausbildungskurse im Rahmen des klima:aktiv Programms solarwärme, in Kooperation mit arsenal research, AEE INTEC und dem Verband Austria Solar. Mit der Zertifizierung zum Solarwärmeinstallateur bzw. Solarwärmeplaner wurden dabei hohe Qualitätsstandards auf dem heimischen Markt verankert. Die streng definierte Qualitätsmarke signalisiert den Kunden Kompetenz und Know-how bei Planung und Installation von Solaranlagen. Im ersten Jahr des klima:aktiv Programms solarwärme absolvierten bereits 120 Personen diese Ausbildung. (www.solarwaerme.klimaaktiv.at)

ecofacility-Berater sichern effiziente Gebäudesanierung
Ziel des klima:aktiv ecofacility Programms ist die thermisch-energetische Sanierung von Dienstleistungsgebäuden wie Bürogebäuden, Schulen oder Heimen. Ein österreichweites Netzwerk von qualifizierten und unabhängigen BeraterInnen unterstützt Gebäudeeigentümer bei der Identifizierung vorhandener Einsparpotenziale und bei der optimalen Sanierung.

Die Ausbildung zum ecofacility-Berater umfasst eine sechstägige Schulung mit begleitendem Coaching des ersten eigenständigen Projekts. 25 Personen haben diese Schulung bereits absolviert und sind eine Kooperation mit dem ecofacility-Programm eingegangen. Sie wurden im Rahmen der gestrigen Veranstaltung ausgezeichnet. (www.ecofacility.klimaaktiv.at)

Vorbilder im betrieblichen Mobilitätsmanagement
Neben der Aus- und Weiterbildung nimmt die Umsetzung von Best-Practise-Beispielen einen hohen Stellenwert in den klima:aktiv Programmen ein. Insbesondere im Verkehrsbereich - einem der größten Verursacher von Treibhausgasemissionen - bedarf es zur erfolgreichen Bekämpfung des Klimawandels konkreter Projekte zur Verkehrsverlagerung auf umweltfreundlichere Verkehrsträger, zur Rationalisierung von Transporten, zur effizienteren Abwicklung des Verkehrs sowie zu technischen Verbesserungen von Fahrzeugen und Kraftstoffen.

"Die heute ausgezeichneten Beispiele aus 32 teilweise sehr unterschiedlichen Unternehmen zeigen, dass ökonomischer und umweltpolitischer Erfolg Hand in Hand gehen können. Mit diesen Projekten werden in Summe rund 7.600 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart. Die daran beteiligten Unternehmen und Verbände haben als Vorreiter bedeutende Impulse für weitere innovative Projekte im Sinne einer effizienteren Mobilität gesetzt", freute sich Umweltminister Pröll darüber, dass die Anregungen aus den klima:aktiv Programmen von zahlreichen Wirtschafts- und Unternehmenspartnern aufgegriffen und umgesetzt werden.

Insgesamt 32 Unternehmen, darunter so bedeutende Firmen wie GE Jenbacher, NÖM, Stiegl, ÖBB-Postbus, Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien oder Wiener Städtische, wurden gestern für ihre Aktivitäten im Rahmen der Aktions- und Beratungskampagne "Mobilitätsmanagement in Betrieben" als klima:aktiv mobil Projektpartner ausgezeichnet. Die Betriebe erhalten kostenlose Service- und Beratungsdienstleistungen zu Maßnahmen für eine umweltfreundlichere Mobilität in den Bereichen "Mitarbeiter und Kunden", "Logistik", "Fuhrpark" und "Dienstwege" sowie zur Rationalisierung von Transportvorgängen.

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