SP-Keck: Schwerarbeiterregel ist Ausschlussregelung

SchwerarbeiterInnen lehnen das Haubner-Modell vehement ab

Wien (SK) - Veranlasst durch zahlreiche Anrufe und Klagen, die ihn nach der gestrigen parlamentarischen Debatte zur schwarz/orangen Schwerarbeiter-Regelung erreicht haben, meldet sich der Linzer SPÖ-Abgeordnete und Voest-Betriebsrat Dietmar Keck erneut mit scharfer Kritik an dieser Regelung zu Wort. Keck, der selbst viele Jahre Schwerarbeiter war und in seiner aktuellen beruflichen Position über engsten Kontakt zu hunderten Betroffenen der "Haubner-Regelung" verfüge, sieht sich durch die vehemente Kritik in seiner politischen Argumentation bestätigt. ****

Keck wörtlich: "Für SchwerarbeiterInnen zählen die Fakten und nicht die schöne Worte. Für sie steht fest, dass sie dank ÖVP und BZÖ am Ende eines harten und gesundheitsraubenden Arbeitslebens - falls sie überhaupt in die Regelung hineinfallen - mit zumindest neun Prozent Abschlägen von ihrer Pension dastehen werden. Das ist schäbig, und entspricht keineswegs der Anerkennung, die diesen Menschen entgegengebracht werden muss." Für Keck ist es unumstößlich, "dass es im Falle der Schwerarbeit keinerlei Abschläge von der Pension geben darf".

Keck ortet in der Regelung weiterhin auch ein erhebliches "Verwirrungspotential". "Es ist", so der SPÖ-Abgeordnete, "noch immer nicht klar, wer eigentlich Schwerarbeiter sein wird. Wann wird hier endlich Aufklärung passieren, oder versucht man die Gruppe der Betroffenen bis zum 'Sankt-Nimmerleins-Tag' als Wahlkampfblase zu strapazieren?"

Für ihn gilt heute mehr denn je, "das Vorhaben zu stornieren und in Sachen Schwerarbeit zurück an den Start zu kehren". "Zu viele Unzulänglichkeiten und Ungleichbehandlungen", so Keck, "werden nicht nur die Gerichte auf das Parkett rufen, sondern strapazieren auch heute schon den rationalen Menschenverstand." Er beklagt "höchste Bürokratie für die Unternehmen bei unendlichen Nachteilen für die Betroffenen, denn eine Regelung wie die jetzige, die Pensionen kürzt, gleiche Schwerarbeit ungleich behandelt und Frauen ausschließt, ist in jedem Fall keine Hilfe, auch wenn dies die Regierung ständig behauptet." (Schluss) ah/mp

Rückfragehinweis: GR Markus Benedik, Büro NR Dietmar Keck markus.benedik@spoe.at ,0732/6585-9061 od. 0699/10-10-12-55

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0015