Kummerer fordert lückenlose Kennzeichnung bei Gentechnik

Wien (SK) - "Wir nehmen das Thema Gentechnik bitter ernst", unterstrich SPÖ-Abgeordneter Werner Kummerer am Donnerstag im Nationalrat bei der Debatte zur Erhaltung des GVO-freien Anbaus in der österreichischen Landwirtschaft. Eine lückenlose Kennzeichnung sei das Minimum, das die Politik für die Konsumenten verlangen könne und müsse, betonte Kummerer. Der SPÖ-Abgeordnete forderte die Regierungsparteien auf, dem Entschließungsantrag der SPÖ, gemeinsam mit den Ländern in den Nationalparks gentechnikfreie Zonen zu schaffen, zuzustimmen. ****

Man dürfe die Realität nicht aus den Augen lassen: "Es sind 21 Länder, 90 Millionen Hektar werden heute bereits mit GVOs bewirtschaftet; es befinden sich heute bereits 500.000 Tonnen Import-Soja in Österreich, die verfüttert werden", so Kummerer und forderte als Minimum eine Kennzeichnung. "Diese Kennzeichnung muss bis zum Futtermittel hin lückenlos sein", sagte Kummerer. Der SPÖ-Abgeordnete kritisierte außerdem die Vertagungstaktik im Ausschuss durch ÖVP-Abgeordneten Grillitsch.

Die SPÖ legt heute einen Entschließungsantrag vor, gemeinsam mit den Ländern in den Nationalparks gentechnikfreie Zonen zu schaffen, führte Kummerer aus. Die Nationalparks seien kein rein österreichisches Thema: "Wir sind sehr stolz auf grenzüberschreitende Nationalparks", betonte Kummerer; er verwies auf den Nationalpark Thayatal, wobei jedoch die Tschechische Republik den österreichischen Standpunkt der Gentechnikfreiheit nicht teile. Der SPÖ-Antrag sei keineswegs eine Schwächung der Bemühungen des Umweltministers, sondern eine Stärkung, schloss Kummerer. (Schluss) sk

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